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22. August 2015

"Chill am Bach" mit nächtlichem Missverständnis

Eltern und Kinder machten sich beim Inzlinger Ferienprogramm einen schönen Abend / Eine Anwohnerin alarmierte die Polizei.

  1. Lockere Atmosphäre: Einen lauen Sommerabend verbrachten Familien am Bützmattbach. Foto: Johanna Hoegg

INZLINGEN (jo). Ein lauer Sommerabend mit ziehenden Wattebausch-Wolken, wärmende Sonnenstrahlen und ein munter plätscherndes Bächlein am Rande der leicht hügeligen Wiese bildeten den idealen Rahmen für ein gemütliches Beisammensein. Eingeladen waren am Donnerstag alle, die Lust dazu hatten, mit Organisatoren und Helfern des Inzlinger Ferienprogramms auf dem Bützmattspielplatz im Erstel "Chill am Bach" zu erleben.

Viele Eltern und Kinder genossen die entspannte Atmosphäre, nutzten die Spielmöglichkeiten, scharten sich um den Grillrost, den Jörn Schreitmüller kundig am Glühen hielt. Für Salate und Getränke war gesorgt dank Anette Ritter-Schreitmüller und Valseka Rüsch, die sich beim Ferienprogramm des Vereins Mäuslehäusle mit vielen Ehrenamtlichen zusammentun, um Kindern ein abwechslungsreiches Ferienvergnügen zu bieten.

Von denen, die zum Chillen gekommen waren, weiß kaum einer noch etwas vom einst feuchten Vergnügungen auf dem Bützmattspielplatz – damals, als es noch ein kleines Schwimmbecken und viel Improvisation für junge Familien gab. Der Platz ist in den zurückliegenden Jahren zu einem Schmuckstück geworden dank guter und gepflegter Spielmöglichkeiten von der Seilbahn über die Rutschbahn bis zum Klettergerüst. Abwechslung am Abend brachte neben Gesprächen ein Wurfspiel mit Holzklötzen, Schwedenschach genannt. Fackeln wurden entzündet, Feuerkörbe zauberten Schattenspiele und förderten die freundliche Stimmung. Und darüber schaukelten die langen Zapfen der großen Fichte.

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Dass man zum Bützmattspielplatz umgezogen ist, war eigentlich ein glücklicher Zufall. Denn die Wiese am Wasserschloss, sonst immer Mittelpunkt der lockeren Zusammenkünfte beim Ferienspaß, wird in diesem Jahr von der Gartenausstellung in Anspruch genommen. Aber das Grün am Bützmattbach bildete einen idealen Rahmen für den Treff.

Nicht alle haben das wohl so gesehen. Denn eine erboste Nachbarin alarmierte die Polizei, weil sie meinte, Feuer sei hier verboten. Als Beamte gegen 22.30 Uhr eintrafen, konnten sie zufrieden feststellen, dass Tische, Bänke, Gerätschaften bereits verstaut und die Flammen gelöscht waren. Dass die Mäuslehäusle-Freunde die offizielle Genehmigung der Gemeinde für "Chill am Bach" hatten, versteht sich.

Autor: jo