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17. Juni 2011

Das Gespräch mit der Wissenschaft füllt seit zehn Jahren den Saal

Die Diskussionsreihe "Science et Cité" ist jetzt zehn Jahre alt / Zum Jubiläum im Oktober drei Abende im Sparkassenforum / Schweizer Professoren staunten.

  1. Gute Zusammenarbeit: (von links) Organisatorin Susanne Daniel, Axel Rulf (VHS) und Diana Stöcker (Innocel) Foto: Nikolaus Trenz

LÖRRACH (ktz). Mit "Science et Cité", der renommierten Diskussionsreihe, die Wissenschaft und Gesellschaft zu aktuellen Themen ins Gespräch bringt, feiert die Volkshochschule Lörrach wieder das 10-jährige Bestehen einer erfolgreichen Reihe. Zuletzt war das die philosophische Reihe TAMphilo. Auch die Samstagsuni strebt diesem zwar kleinen, aber für die VHS bemerkenswerten Jubiläum zu. So wie in Lörrach, das erwähnt VHS-Leiter Axel Rulf immer wieder, finden Vorträge kaum andernorts Zuspruch. Das Publikum stellt einen hohen Anspruch, den auch die Veranstalter haben: Die Referenten müssen sehr gut sein und etwas zu sagen haben. So ist das auch von Anfang an bei "Science et Cité".

Auch da hat die VHS Partner: das Innocel, das von Anfang an dabei war, in Person der Geschäftsführerin Diana Stöcker. Und seit Beginn der Reihe organisiert Susanne Daniel (Firma Scivent) die Besetzung der Podien. Viele Universitätsprofessoren und Forscher aus der Industrie haben ein stets interessiertes, meist gut 100-köpfiges Publikum an ihrem Wissen und der aktuellen Debatte teilhaben lassen: etwa zur Gentechnik oder zur Genomforschung, zu Sterbehilfe oder Stress am Arbeitsplatz, zu Krebstherapien oder künstlicher Intelligenz, sprich Robotnik. Dabei führen die Gäste in Kurzreferaten in den von ihnen bearbeiteten Aspekt des jeweiligen Themas ein, tauschen sich untereinander aus, ehe die Moderatoren dem Publikum Gelegenheit geben, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. So ergaben sich meist aufschlussreiche und kontroverse Diskussionen.

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Am Anfang stand eine ganze Veranstaltungswoche im Mai 2001 im Burghof, eingebettet in eine Veranstaltungsreihe von Schweizer Universitäten unter dem Label "Science et Cité". Die Basler Sektion hatte OB Gudrun Heute-Bluhm eingeladen, mit Lörrach dabei zu sein. Die hochkarätig besetzte Reihe mit sechs Podiumsdiskussionen ließ damals manchen Professor aus der Schweiz darüber staunen, wie interessiert und niveauvoll das hiesige Publikum mitdiskutiert hat. Nach diesem gelungenen Auftakt setzte Lörrach die Reihe fort – unter dem Schweizer Label mit eidgenössischer Zustimmung. Seither finden in jedem Jahr zwei Podiumsdiskussionen von "Science et Cité" statt. Seit ein paar Jahren hat sich auch eingebürgert, die eine zu einem medizinischen Thema während der Messe "Gesunde Zeiten" zu veranstalten – diesmal am 26. Juni über AD(H)S, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – und eine weitere im Herbst zu einem aktuellen wissenschaftlichen Thema.

Zum Jubiläum werden diesmal drei Abende im Sparkassenforum (die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden ist als Sponsor im Boot) angeboten. Ausgewählt wurden Themen, die schon dran waren, zum Teil mit Gästen, die auch schon da waren, selbstredend alles auf dem heutigen Stand von Forschung und Diskussion. Vom 11. bis 13. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, sind die Themen: "Wie verändert die Globalisierung unsere Familien- und Arbeitswelt?", "Bionik und Nanotechnologie – Was können wir aus der Natur lernen?" und "Bio- und Gentechnologie – Warum haben wir immer noch Angst davor?"

Autor: ktz