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08. Januar 2013

Das Niveau halten und Freude bereiten

Das Programm für den Zunftabend steht / Premiere am 30. Januar / Alle acht Abende sind längst ausverkauft.

  1. Sie versprechen einen unterhaltsamen Zunftabend: die Zunftmeister Andreas Glattacker, Ralf Buser, Hans Gempp, Karlheinz Sterzel und Oberzunftmeister Stephan Vogt (von links). Foto: Nikolaus Trenz

LÖRRACH. Der Kapitänswechsel auf der Kommandobrücke des Lörracher Narrenschiffs, der Narrenzunft, von Karlheinz Sterzel zu Stephan Vogt als Oberzunftmeister ging im Sommer geräuschlos vonstatten. Der Neue, der ja schon einige Jahre dabei ist, hat seinen ersten Auftritt als Vormann am Elften-Elften bestens bewältigt. Jetzt fiebern er und seine Mannschaft, zu der auch Frauen hinter den Kulissen gehören, der nächsten Premiere entgegen: dem Zunftabend 2013.

Genau genommen gibt es deren acht, es sind die laufenden Nummern 359 bis 366 in der Geschichte der Narrenzunft Lörrach. Premiere für das neue Programm ist am 30. Januar in der Alten Halle in Haagen, seit ein paar Jahren der Spielort der Zunft. Einen unterhaltsamen Abend versprechen die Zunftmeister, die heuer zu sechst auf der Bühne stehen – in unterschiedlicher Kombination, mindestens zu zweit. Allein muss nur der Ansager raus. Über dessen Identität und Rolle schweigen sich die Zunftakteure ebenso aus wie über Details aus dem Programm.

Daran arbeiten sie jetzt seit September. "Im Team", betont der Oberzunftmeister. Der Kapitän lobt den Teamgeist, die Einsatzfreude und das Miteinander, und Regisseur Karlheinz Sterzel rühmt die Disziplin der Truppe. So sind sie auch sicher, dass die knapp 1700 Besucher wieder einen schönen Zunftabend erleben werden. Wie’s letztlich ankommt, was da an vielen Abenden, in ungezählten Probenstunden entwickelt und gelernt wurde, sehen die Macher erst in der Halle. Die Wahrheit liegt hier sozusagen auf der Bühne.

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Es werde schwerer, in diesen Zeiten der aussterbenden Originale lokale Figuren für die Bühne zu finden, die jeder kennt. Und es sei nicht einfach, den kommunalen Themen die witzige Seite abzugewinnen. Es muss ihnen dennoch etwas eingefallen sein, denn sie nehmen lokales Geschehen und die Akteure, die Weiler, die Schweizer und die große Politik in acht Szenen auf die Schippe, mit etwas weniger Gesang als zuletzt und mit etwas mehr nachdenklichem Kabarett, wie Sterzel meint. Der Narr soll ja den Oberen den Spiegel vorhalten, betonte Andreas Glattacker (stellvertretender Oberzunftmeister), das kann durchaus auch mal satirisch sein. Grundsätzlich gilt: Die Zuschauer sollen viel zu Lachen haben.

Dieter Roth, der jahrzehntelang die Kulissen malte, wurde am Elften-Elften verabschiedet, ebenso Axel Leuger. Für Roth gehört Mike Brombacher zum Team, der schon voriges Jahr mit drei Kulissen debütierte. Neue Spieler stehen nicht auf der Bühne. Die Zundelgirls, die heuer Zehnjähriges feiern, zeigen drei Tänze. Ein Guggegastspiel gehört dazu und natürlich Rolf Hauser mit den Nightshadows.

Die Erwartungen sind immer groß, das wissen die Zunftmeister. "Wenn wir unser Niveau halten, haben wir viel geschafft", sagt Hans Gempp, mit 35 Jahren der dienstälteste der Zunftmeister.

Die acht Zunftabend sind längst ausverkauft. Karten, die bis zum 12. Januar nicht abgeholt sind, bieten eine Chance, dabei zu sein. Auskunft: Ralf Buser, Café Pape.

Autor: Nikolaus Trenz