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16. Oktober 2010 16:43 Uhr
Schülerforschungszentrum "phaenovum" eingeweiht
"Den Vorsprung verteidigen"
LÖRRACH. Der Neubau des Schülerforschungszentrums ist seit heute eingeweiht, alle drei Fachbereiche des "phaenovum" sind jetzt unter einem Dach.
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Regierungspräsident Julian Würtenberger (rechts) brachte Dank und Glückwünsche nach Lörrach mit. Foto: Sabine Ehrentreich
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Bernd Kretschmer, „geistiger Vater“ des SFZ, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Foto: Sabine Ehrentreich
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Mitglieder des „phaenovum“ demonstrierten, was sie im Schülerforschungszentrum tun. Foto: Sabine Ehrentreich
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Auch französische Schüler kommen nach Lörrach zum Forschen. Foto: Sabine Ehrentreich
Eigentlich sind es zwei Dächer: das des alten Hausmeister-Hauses, unter dem der Fachbereich Physik / Nano Sciences schon länger residiert, und das des unter Regie von Architekt Jürgen Moser neu geschaffenen Anbaus für die Fakultäten Biologie/ Life Sciences und IT/Robotik. Die waren bislang in Waldshut und in der Dualen Hochschule angesiedelt. Die Bauten gehören wie die Fachbereiche untrennbar zusammen und sind durch eine Brücke verbunden.
In einem Festakt wurde die Einrichtung von vielen Seiten gewürdigt. Die Aktivitäten könnten jetzt "verortete" werden, sagte Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm. Sie begrüßte auch die vielen Gäste und skizzierte so zugleich, wie viele Partner in diesem Zentrum zusammen wirken. Dazu gehören Unternehmen aus dem Dreiland, die Stadt mit ihrer Wirtschaftsförderung um Projektleiterin Diana Stöcker, Schulen in Südbaden, der Schweiz und dem Elsass, Unterstützer im Regierungspräsidium und in Stuttgart, Sponsoren, natürlich Lehrer, forschende Schüler und einige mehr.Die Oberbürgermeisterin blickte zurück auf den recht kurzen Zeitraum zwischen der Gründung des Vereins 2007 und der Fertigstellung des Neubaus am Samstag. Hubert Bernnat, Leiter des Hans-Thoma-Gymnasiums und damit Hausherr, schaute noch weiter in die Vergangenheit. In einem fensterlosen Keller habe es angefangen, sagte er – nämlich mit der Physik-AG von Bernd Kretschmer, der mehrfach bei diesem Festakt der "geistige Vater" des Schülerforschungszentrums genannt wurde. "Heute", so Bernnat, "sind wir deutlich über der Erde". Bernd Kretschmer, der sich aus dem "phaenovum" zurück- und aus Lörrach fortzieht, wurde im Rahmen der Einweihung zum Ehrenpräsidenten ernannt. "Sie haben", sagte Gudrun Heute-Bluhm, "große Spuren hinterlassen". Kretschmer dankte und mahnte, neben der inzwischen zum Glück wieder salonfähigen Förderung in der Spitze die in die Breite nicht zu vergessen. Längst ist das "phaenovum" auf diesem Weg.
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Regierungspräsident Julian Würtenberger brachte seinen Glückwunsch und Dank gleich in drei Funktionen mit nach Lörrach – für das Land, die EU, die via Interreg das Projekt maßgeblich fördert, und als Vizepräsident der Oberrheinkonferenz. Das Schülerforschungszentrum sei eine schlüssige Antwort auf die Frage, wovon wir in zehn oder zwanzig Jahren im Dreiländereck leben wollen. Nur mit Anstrengungen in der Forschung sei "die Nasenspitze Vorsprung" zu verteidigen.
Peter Buhler vom IBM Forschungszentrum Rütschlikon und Klaus Endress vom Unternehmen Endress und Hauser, das das SFZ maßgeblich unterstützt, hoben die Bedeutung des "phaenovum" für die Wirtschaft hervor. Die Region könne ohne naturwissenschaftlich und technisch interessierten Nachwuchs die Zukunft kaum meistern. Das Zentrum, das seine Aktivitäten inzwischen bis in die Grundschulen hinein richtet, sei da richtungsweisend. André Marker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, sagte auch künftig die Unterstützung der Sparkassen-Stiftung zu und überreichte einen Scheck.
Um die musische Seite nicht ganz hinten runterkippen zu lassen, umrahmte das Salonorchester unter Leitung von Stephan Maluschke den Festakt. Dass junge Leute vielfach etlich Interessen in sich vereinen, zeigt sich am besten vielleicht darin, dass einige Orchestermitglieder zugleich am "phaenovum" aktiv sind.
Autor: Sabine Ehrentreich


