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05. Februar 2013

Der Beifall kennt keine Grenzen

Guggemusik, närrische Melodien und eine gute Portion Wortwitz – der "Närrische Seniorennachmittag" war ein voller Erfolg.

  1. Zunftmeister Hansi Gempp als aktiv-passiver Rentner. Foto: Paul Schleer

  2. Die Zundelgirls boten Tanz und heiße Hits aus der weiten Welt des Schlagers. Foto: Paul Schleer

LÖRRACH-HAAGEN. Der "Närrische Seniorennachmittag" fand dieses Jahr zum vierten Mal in der Alten Halle statt. Narrenzunft und Narrengilde Lörrach richteten die Veranstaltung gemeinsam aus. Dass bei den Senioren echter Bedarf an guter Unterhaltung besteht, bewiesen ihre begeisterten Reaktionen auf die Bühnenkünstler.

Oberzunftmeister Stephan Vogt von der Narrenzunft Lörrach hat als Gastgeber für den Saal die Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Narrengilde Lörrach lud mit Obergildenmeister Jörg Rosskopf zu einem Viertele und alkoholfreien Getränken ein. Hans Rohrbach, der das Programm auch organisierte, leitete die Gäste als oberrheinischer Bildreporter durch die Veranstaltung und verteilte dabei die "Bild-Zeitung spezial" mit närrischen Glossen zum Lörracher Rathaus, das ab sofort "Frauenhaus II" heiße. Ein Renner waren seine Bonmots über seine Küchen- und Wascherlebnisse eines Mannes, dessen Frau in Kur weilt.

Die Musikbegleitung des Programms durch die Showkapelle "Nightshadows" unter Leitung von Rolf Hauser finanzierte der Freundeskreis Lörracher Fasnacht. Zu den weiteren musikalischen Höhepunkten gehörten die "Guggemusik Symphoniemüüsle" und der "Fanfarenzug Lörrach", der unter Roland Mutter stimmungsvolle Fasnetsmelodien lieferte. Trommelwirbel und Blasmusik boten die Jugend-Guggemusik "Ohre-Putzer" unter dem Dirigat von Amelie Dörner.

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Die Zunftmeister Hansi Gempp, Karlheinz Sterzel und Andreas Glattacker als die drei Musketiere glänzten mit vielen Spitzen gegen Lörrach und landeten mit der Max-Raabe-Melodie "Kei Sau lugt mi a" einen Volltreffer, ebenso mit der Glosse über den "tollen Hecht" Günter Schlecht vo Hauge. Protektor Felix Rudolf von Rohr bemerkte beim gemeinsamen Auftritt mit Hans Rohrbach, dass "e Schwiizer weniger mit em grüne Zettel biim Hieber" stehe, was mit einem Riesenbeifall bedacht wurde. Wenn es um den Beifall ging, kannten die närrischen Alten sowieso keine Grenzen – voller Begeisterung ließen sie sich voll in das Programm einbinden. So kamen auch fast alle in närrischer Aufmachung und zeigten damit, dass die Fasnacht in Lörrach für sie eine wichtige Unterhaltungsmöglichkeit ist.

Die drei "Zündkerzen" mit ihren Helgen kritisierten Zeitkritisches aus Lokalem und hoher Politik und verkündeten "mir spende unser Honorar der Aktion Chinderlache". Zu den Highlights gehörte der Auftritt von Zunftmeister Hansi Gempp mit seinem Vortrag vom "Schneckeesse" als aktiv-passiver Rentner.

Überraschungsgast war die neu formierte Gruppe der Zundel unter Leitung von Kurt Kammerer mit ihrem Pyramidenbau, die damit einen weiteren Höhepunkt des närrischen Nachmittags bildeten.

Hinter den Kulissen sorgten Gabi Schupp für die Kartenreservierung und Tischeinteilung und Hans-Peter Pichlhöfer mit seinem Team für Speis und Trank.

Obergildenmeister Jörg Rosskopf zeigte sich beim großen Finale erfreut, dass so viele Senioren den Weg nach Haagen gefunden hatten und stimmte den großen Finalsong"Jetzt chömme dii schönste Däg" an, den alle Besucher des närrischen Altennachmittags in Haagen begeistert mitsangen.



Autor: Paul Schleer