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22. Dezember 2010

Der neue Rabbiner war schon in Lörrach

Moshe Flomenmann wird Anfang Januar seinen Dienst in Lörrach antreten.

LÖRRACH (ktz). Wenn Rabbiner Moshe Flomenmann Anfang Januar nach Lörrach kommt (wir berichteten), sind Ort und Gemeinde für ihn nicht unbekannt. Im Jahr 2004 war schon einmal für mehrere Monate bei der israelitischen Kultusgemeinde Lörrach, ehe der in Berditschev in der Ukraine geborene jüdische Theologe Landesrabbiner in Sachsen-Anhalt wurde. Die offizielle Amtseinführung in Lörrach findet am 13. Januar in der Synagoge statt. Am vorausgehenden Schabbat, 8. Januar, wird Moshe Flomenmann seinen Dienst in der Lörracher Gemeinde aufnehmen.

Als Zwölfjähriger ist Flomenmann mit seinen Eltern ausgewandert. Die in der Ukraine begonnene religiöse Ausbildung konnte er mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignaz Bubis, fortsetzen. Er verhalf dem Jungen auch zur Feier der Bar Mizwa, der Religionsmündigkeit, in Frankfurt. Allerdings musste Flomenmann wegen fehlender Möglichkeiten in Deutschland als 13-Jähriger seine Ausbildung an der Jüdischen Akademie in Kopenhagen fortsetzen. Danach setzte er das Studium in der Yeshiwa, der berühmten europäischen Rabbineruniversität, in Manchester fort.

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Einmal im Monat wird er auch als Rabbiner in Lörrach noch Dienst in seiner jetzigen Gemeinde in Dessau (Sachsen-Anhalt) tun. In Lörrach wird weiterhin auch Kantor Benito Gutmacher aus Freiburg in Gottesdiensten und religiösen Feiern mitarbeiten, der bisher bereits in der Gemeinde tätig ist.

Autor: ktz