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15. November 2017

Die 1111-Mitglieder-Marke ist geknackt

Förderkreis Hospiz am Buck feiert 15. Geburtstag / Lösung für Palliativversorgung zeichnet sich ab.

  1. Vorsitzender Klauspeter Huck konnte Schirmherrin Marion Dammann bei der 15-Jahres-Feier begrüßen. Foto: Britta Wieschenkämper

LÖRRACH. Er hat es tatsächlich geschafft: Bis zu seiner Feier zum 15-jährigen Bestehen am 11. November wollte der Förderkreis Hospiz am Buck 1111 Mitglieder haben. Tatsächlich sind jetzt sogar schon 1113 Fördermitglieder im Verein.

Vor 15 Jahren wurde der Förderkreis gegründet, zunächst mit dem Ziel, für den Landkreis Lörrach ein Hospiz zu errichten. Seitdem das Hospiz im Jahr 2010 eröffnet wurde, unterstützt der Förderkreis dieses finanziell und personell. Mit einem kleinen Fest feierte der Verein sein 15-jähriges Bestehen und stellte dabei im Gemeindehaus St. Fridolin in Stetten das Hospiz und die Arbeitsgruppen des Vereins vor.

Das Hospiz am Buck betreut und begleitet Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Sie sollen in ihren letzten Lebenstagen und -wochen in einer häuslichen Atmosphäre wohnen und fürsorglich betreut werden. Zurzeit sind sechs Plätze vorhanden, das Angebot soll auf acht Plätze erweitert werden, wie Klauspeter Huck, Vorsitzender des Fördervereins, dabei sagte. Er hofft, dass bis zu dem Jahr 2019 die Erweiterung dann abgeschlossen ist.

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Der Förderkreis organisiert für Hospizgäste zusätzliche Angebote, die ihnen in ihren letzten Lebenstagen Freude und Wohlbefinden schenken sollen. Dazu gehören zum Beispiel Kunst- und Musiktherapie. Seit diesem Jahr bereiten ehrenamtliche Köche besondere Speisen für die Gäste zu, um sie kulinarisch zu verwöhnen. Mitglieder des Förderkreises unterstützen die hauptamtlichen Pflegerinnen und Pfleger auch in der Betreuung der Gäste. Der Förderkreis finanziert die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter als Sterbebegleiter.

Der Verein hat das Glück, auf viele aktive Mitarbeiter zählen zu können. So gibt es schon seit vielen Jahren eine Fundraising-Gruppe, die bei Veranstaltungen und auf Märkten selbstgefertigte Dinge verkauft. Eine andere Gruppe betreibt den Second-Hand-Laden "Klein aber fein" in der Hauptstraße in Stetten. Der Förderverein ist auf die Einnahmen angewiesen, damit das Hospiz finanziell unterstützt werden kann. Hospizträger müssen nämlich grundsätzlich fünf Prozent der Kosten selbst finanzieren. Wichtigstes Standbein sind natürlich die Mitglieder, die mit ihren Beiträgen das Hospiz unterstützen. Deshalb ist der Verein über die steigenden Mitgliederzahlen sehr glücklich. Seit Oktober konnten 57 neue Mitglieder gewonnen werden.

Was jetzt noch im Landkreis Lörrach fehlt, ist eine ambulante Palliativversorgung – eine Praxis, in der Patienten mit schmerz- und anderen symptomlindernden Mitteln versorgt werden. "Es scheint sich eine Lösung aufzutun", sagte Landrätin Marion Dammann, die als Schirmherrin der Veranstaltung dabei war. Allerdings liege dies nicht in der Hand des Landkreises. Eine solche Praxis könnte räumlich an das Hospiz angegliedert werden, sagte Huck. Es müssten dafür Mediziner und Pflegekräfte dafür gefunden werden.

Autor: Britta Wieschenkämper