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09. Februar 2012

Ansprüche bleiben hoch

Motettenchor bewältigt eine herausfordernde Saison und hat schon wieder viel vor.

  1. Der Motettenchor profitiert von der Kooperation mit dem Burghof. Foto: zvg

LÖRRACH. Noch befindet sich der Motettenchor Lörrach in dieser besonderen Saison 2011/2012, in der der Burghof ihn als "Porträt-Künstler" unter seine Fittiche genommen und ihm mehrere große Auftritte ermöglicht hat. In der Hauptversammlung würdigten sowohl der Vorsitzende Reinhold Krevet als auch der künstlerische Leiter Stephan Böllhoff die Aktivitäten des Chores im vergangenen Jahr.

Neben den außergewöhnlichen Konzerten – zunächst Mozarts "Thamos" und Mendelssohns "Walpurgisnacht" beim "Stimmen"-Festival, dann bei "Stimmen im Advent" Bachs Weihnachtsoratorium und als spezieller Höhepunkt das Weihnachtsoratorium für Kinder – stellte die Sonderausstellung im Museum am Burghof den Chor und seinen Vorstand vor besondere Aufgaben. Viele Stücke aus inzwischen über 85 Jahren wurden zusammengetragen und für den Hebelsaal des Museums kuratiert. Vor allem aber bot die Hörstation mit einer Demonstrations-CD interessante Einblicke in die Arbeit und die Entwicklung des Chores. Die Hauptversammlung würdigte den Einsatz von Museumsleiter Markus Moehring und der Museumsmitarbeiterin Waltraut Hupfer.

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Stephan Böllhoff ist glücklich, dass er seine persönlichen künstlerischen Ideen mit dem Motettenchor umsetzen kann. Die Planung für die nächsten Jahre sieht folgendes Programm vor: Im Januar 2013 Haydns "Schöpfung", im Herbst 2013 ein A-cappella-Programm mit Bruckner-Motetten und 2014 die "Legende der heiligen Elisabeth" von Franz Liszt. Zuvor plant der Chor ein Projekt mit Marion Schmidt-Kumke im Burghof: Das Oratorium "Job" (Hiob) des Briten Hubert Parry in Verbindung mit Textauszügen aus Joseph Roths Roman "Hiob". Dass der Motettenchor als Laienensemble in der Lage ist, solch außergewöhnliche Werke aufzuführen, wertet der Chor als Beweis für die kluge, konsequente Arbeit von Stephan Böllhoff. Der Chor hat erfreulicherweise keine Nachwuchsprobleme.

Kassierer Elmar Rodenfels berichtete, dass dank des Engagements beim Burghof die vergangene Saison nur mit einem kleinen Defizit zu Buche schlägt. Konnte man sich früher noch auf mehrere größere Sponsoren verlassen, so ist es heute nur noch die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, die die Hauptunterstützung gewährt. Außerdem helfen Energiedienst Rheinfelden und die Lörracher Firma Streck mit regelmäßigen Beträgen. Das Engagement von Solisten und Orchestern hängt immer davon ab, welche Gelder für die Projekte mobil gemacht werden können.

Autor: bz