Ehrennadel für Siegfried Burkart

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Mi, 27. Juni 2018

Lörrach

Der Vorsitzende des CVJM Lörrach dankte für die Auszeichnung und seinen 75 Mitstreitern.

LÖRRACH. Siegfried Burkart hat die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg erhalten. Oberbürgermeister Jörg Lutz händigte sie ihm am Montagabend aus. Burkart ist seit Jahrzehnten in der Jugendarbeit und besonders im Basketball beim CVJM aktiv und seit 23 Jahren dessen Vorsitzender. Er wollte die Ehrung stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter im Verein verstanden wissen.

Siegfried Burkart kam als 14-Jähriger in den Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) und ist seitdem bis heute aktiver Basketballer. Er sagt, er sei im CVJM aufgewachsen, in dem schon sein Vater aktiv war. Burkart war Leiter einer Jungschar, später eines Jugendkreises und hat viele CVJM-Freizeiten mitgestaltet. Seit 1993 leitet er zusammen mit seiner Frau Sibylle einen Familienkreis, seit 1995 ist er Vorsitzender des CVJM Lörrach, der rund 350 Mitglieder hat, davon 190 im Basketball.

Der CVJM ist der weltweit größte Jugendverband. In Lörrach wurde er bereits 1876 gegründet, zu einer Zeit, als es hier noch kein elektrisches Licht und kein fließendes Wasser gab, sagte Lutz. "Die Welt hat sich verändert, und der CVJM ist mitgegangen", stellte er fest. Dass der Verein sich besonders im Basketball engagiert, liegt daran, dass der CVJM diese Sportart 1891 erfunden haben soll.

"Es gelingt Siegfried Burkart immer wieder, Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und sie darin zu begleiten. Seine große Stärke liegt in der Fähigkeit zu motivieren, zu begeistern und stets offen zu sein für Menschen und neue Entwicklungen", sagte Lutz. Der christliche Glaube ist die Basis des Engagements, das sich stets am Bedarf der Zeit orientiert und ebenso innovativ ist wie in der Tradition wurzelt. Der CVJM, der das Schülercafé Kamelion auf dem Campus Rosenfels betreibt, lege dort ein außergewöhnliches Engagement an den Tag. Ehrenamtliches Engagement trägt zur Lebensqualität einer Stadt bei, und ehrenamtlich Tätige seien zufriedenere Menschen, weil auch viel zurückkommt, sagte Lutz.

"Ein Verein ist nur so gut wie diejenigen, die mitarbeiten", sagte Burkart und bedankte sich für die Anerkennung. Er habe wohl die Gabe des Vordenkens und Leitens mitbekommen, nehme die Auszeichnung aber stellvertretend für die anderen Mitarbeiter im CVJM entgegen, betonte er. "Es ist nicht selbstverständlich, dass mehr als 75 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, begleitet von FSJlern und Hauptamtlichen die Jugendarbeit des CVJM prägen", sagte er. Manchmal brauche es Geschick und langes Bohren, neue Ehrenamtliche zu motivieren. Deshalb fordert Burkart von der Politik: "Ein soziales Jahr im Dienst für Andere, geleistet nach der Schule von allen jungen Männern und Frauen, würde unsere Gesellschaft positiv verändern."