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27. März 2010
Ein Weltmeister plaudert über Sport und das Leben
Markus Baur in der Kaltenbachstiftung / Kinder befragen den Ex-Kapitän der Handball-Nationalmannschaft.
LÖRRACH (tm). Ein richtiger Weltmeister besuchte am Donnerstagnachmittag die Kaltenbach-Stiftung: Markus Baur, Kapitän der Weltmeister-Mannschaft im Handball im Jahr 2007, stellte sich den Fragen von rund 100 Kindern und Jugendlichen und gab dann Autogramme.
Zur Einstimmung hatten die Kinder den Film "Ein Wintermärchen – Deutschland Handballweltmeister" angeschaut, der den Weg zu dem sensationellen Erfolg dokumentierte. Danach hatten die Kinder jede Menge Fragen an Markus Baur. "Was war das für ein Gefühl, Weltmeister zu werden?" lautete die erste. "Ein ziemlich gutes – so etwas kommt ja nicht so oft vor", meinte Baur darauf. Toll sei auch gewesen, dass die Weltmeisterschaft in Deutschland stattfand, und so viele Menschen in den Hallen und auf den Straßen waren. "Das war schon großartig", schwärmte er. Um so weit zu kommen, müsse man viel trainieren, auch Glück haben. "Und man muss versuchen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden", sagte er. "Und Disziplin gehört ganz gewaltig dazu", stellte Baur fest. Natürlich gibt es, wie überall, auch Zeiten, in denen man keine Lust hat. Man müsse dann versuchen, trotzdem seine Motivation zu finden, denn wenn man keine Lust habe, dauert da Training scheinbar ewig, und es bringe einem nichts.
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Mit sechs Jahren hat Markus Baur angefangen, Handball zu spielen, und hat, bevor der heute 39-Jährige aus Altersgründen aufhörte, knapp 30 Jahre lang gespielt. Heute ist er Trainer in Lemgo, zurzeit aber freigestellt. Er hat drei Kinder, von denen der jüngste Sohn noch mit Laufen lernen beschäftigt ist, der ältere Sohn und die Tochter aber schon ein wenig Handball spielen.
Streit habe es auch schon mal gegeben in der Nationalmannschaft, beantwortete er eine Frage. "Aber das muss auch mal sein, und man darf dem anderen auch seine Meinung sagen, solange man einander respektiert", sagte er. Am Anfang sei das im Team nicht immer einfach gewesen, aber wenn man sich besser kennt, sei das gar nicht so schwer, meinte er. Ob es nicht ein komisches Gefühl sei, wenn man bei Vereinsspielen die Kollegen aus der Nationalmannschaft plötzlich als Gegner habe, wollte jemand wissen. Auch daran gewöhne man sich, sagte Baur und betonte, wie wichtig es in jedem Fall sei, einander zu respektieren und nicht unfair zu werden. Nach der Fragerunde scharten sich die Kinder und Jugendlichen um den Handballstar, und alle verlangten nach einem Autogramm.
Autor: tm
