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08. November 2016

Eleganter Durstlöscher im öffentlichen Raum

Der Trinkbrunnen am Hebelpark wurde offiziell eingeweiht – nun ruht er aber bis zum Frühjahr, damit nichts einfriert.

  1. Für die Einweihung wurde der neue Trinkbrunnen kurz in Betrieb genommen. Über den Winter ist das Wasser abgestellt. Im Bild Vertreter von Bürgerstiftung und Sponsoren. Foto: Sabine Ehrentreich

LÖRRACH. Wasser marsch: Als der neue Trinkbrunnen am Hebelpark am Montag offiziell eingeweiht wurde, da sollte er natürlich sprudeln. Deswegen wurde er kurz in Betrieb genommen, damit Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerstiftung und Sponsoren ihn ausprobieren konnten. Es funktioniert – künftig können durstige Passanten hier in der warmen Jahreszeit ihren Durst stillen, mit Becher oder ohne. Am Montag schoss das Wasser bei zu viel Druck auf den "Auslöser" noch über das Edelstahlbecken hinaus, doch das wird noch justiert. Bis zum Frühjahr wird das Wasser zunächst wieder abgestellt, damit nichts einfriert.

Frank Hovenbitzer von der Bürgerstiftung erinnerte noch einmal an die Vorgeschichte. Von Anfang an als ein Teil des Parks vorgesehen, fiel der Brunnen zunächst dem Sparzwang zum Opfer. Die Bürgerstiftung sprang ein. Man wollte, so Hovenbitzer, an eine alte Tradition anknüpfen – schließlich konnten die Menschen früher in der Stadt aus vielen öffentlichen Brunnen trinken. Während an den schönen alten Brunnen heute regelmäßig das Schild "kein Trinkwasser" prangt, darf aus dem eleganten Quader am Hebelpark ohne Bedenken getrunken werden. Die Wasserqualität übertreffe nämlich noch die des Trinkwassers, das daheim aus dem Hahn kommt, versicherte Mike Röttger vom Unternehmen Badenova. Der Brunnen ist ans Trinkwassernetz angeschlossen. Ein zusätzlicher Filter wurde eingebaut, außerdem gibt es wöchentlich zwei Reinigungsläufe. Und das Landratsamt hat auch ein Auge drauf.

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Frank Hovenbitzer hat den Brunnen entworfen, Sponsoren halfen, ihn zu verwirklichen. Die Volksbank Dreiländereck ist Hauptsponsor, schließlich liegt eine Filiale gleich gegenüber. Badenova ist Sponsor für die Wassertechnik. Weil die Betriebe Herzog Sanitär, Schilling Metallbau, Betonwerk Wyhlen und Nürnberger Gravuren ihre Leistungen weitgehend als Spende einbrachten, konnten die Kosten auf 8000 Euro begrenzt werden. Die Stadt Lörrach übernimmt den Unterhalt.

Autor: Sabine Ehrentreich