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28. April 2010

ENTER: Unter Polizeischutz zum Abendessen beim Governor

Drei phaenovum-Schüler waren mit Lehrer Hermann Klein bei einer Konferenz auf Bali – und blieben wegen der Aschewolke hängen.

  1. Lehrer Hermann Klein und die phaenovum-Schüler Stefan Vierke, Tonio Schaffert und Heike Merkert. Foto: BZ

Drei Schüler vom Schülerforschungszentrum phaenovum waren mit Hermann Klein bei der Internationalen Konferenz junger Wissenschaftler (ICYS) auf Bali. Vom Wettbewerb und der Rückreise mit Hindernissen berichten sie:

In diesem Jahr beteiligten sich Teams aus elf Ländern am Wettbewerb. Wir drei Schüler vom phaenovum hatten das Glück, die Reise als Teil des deutschen Teams mitmachen zu können. Sieben weitere Schüler des Kepler-Seminars in Stuttgart und des SFZ Bad Saulgau komplettierten die deutsche Mannschaft. Die Schülerforschungszentren traten als gemeinsames "Student Research Center Baden-Württemberg" an.

Zwei Tage lang stellten wir Teilnehmer unsere Projekte einer internationalen Jury und dem Publikum vor. Jedem Vortrag schloss sich eine Befragung der Jury an. Heike brachte für ihre Präsentation ein Kugelbahnmodell aus Deutschland mit, um den eindrucksvollen Versuch vor Ort vorführen zu können. Bei diesem Experiment rollt eine Kugel in einer Rinne auf eine Reihe von scheinbar identischen Kugeln zu und wird nach dem Stoß aufgrund eines Magneten mit hoher Geschwindigkeit weggeschossen. Stefan optimierte in seinem Projekt selbst gebaute Farbstoffsolarzellen, die mit dem Prinzip der Photosynthese aus Sonnenlicht Strom erzeugen. Tonio untersuchte, warum in Indien weniger Multiple Sklerose-Erkrankungen vorkommen. Bei der Siegerehrung wurde Stefan mit einer Gold-, Tonio mit eine Silber Medaille ausgezeichnet.

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Nach dem anstrengenden Wettbewerb durften wir ein von den indonesischen Gastgebern perfekt organisiertes Ausflugs- und Kulturprogramm genießen. So fuhren wir unter Polizeischutz zum Abendessen beim Governor, lernten auf balinesischen Märkten die Kunst des "Bargains" (handeln auf balinesisch) und bewunderten die herrlich gelegenen Tempelanlagen Tanah Lot und Uluwatu. Bei diesen Ausflügen entdeckten wir auch die beeindruckende Religiosität der Balinesen. Zudem konnten wir in dieser Woche viele Freundschaften schließen.

Nach einer Woche sollten wir den Rückflug antreten, doch die isländische Aschewolke machte uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Nachdem wir Bali noch verlassen konnten, saßen wir eine ganze Woche in einem Hotel in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur fest. Unsere Betreuer bemühten sich, den Alltag zu organisieren und einen Rückflug aufzutreiben, wir lernten derweil die Muli-Kulti-Stadt kennen. Wir besichtigten unter anderem den vierthöchsten Fernsehturm der Welt, die Petronas Twin Towers, schlenderten durch Little India und China Town und genossen das vorzügliche Essen. Um unsere Eltern auf dem Laufenden zu halten, erstellten wir jeden Abend "Kuala-news". Dabei wurde Starbucks zu unserer wichtigsten Anlaufstelle, da es dort freies W-LAN gab. Dort empfingen uns schon am zweiten Tag die Angestellten mit einem breiten Lächeln.

Wir möchten unseren Betreuern danken, auch dafür, und dass sie immer versuchten, guter Laune zu sein, obwohl sie in dieser Ausnahmesituation wohl den meisten Stress hatten. Ein besonderer Dank geht an die Heidehofstiftung, die uns nicht im Stich ließ, obwohl wir eine zusätzliche Woche aus deren Tasche speisten. Ohne sie säßen wir wohl heute noch in Kuala Lumpur. Am Schluss noch einen Tipp für alle naturwissenschaftlich interessierten Jugendlichen: Lasst euch die Chance, die euch das phaenovum bietet,nicht entgehen! Für uns wurden diese zwei Wochen, nicht zuletzt wegen der Aschewolke, zu einem unvergesslich tollen Erlebnis.

Autor: Heike Merkert, Tonio Schaffert, Stefan Vierke, Hermann Klein