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24. Juni 2009 06:10 Uhr

Lörracher Bauprojekt

EU gibt eine Million für "phaenovum"

Der Antrag Lörrachs um Fördergelder der EU aus dem Programm Interreg IV Oberrhein für das Schülerforschungszentrum "phaenovum" ist in voller Höhe genehmigt worden. Das sind gut 1 Million Euro.Damit konnte der Gemeinderatdem Neubau an der Kreuzstraße zustimmen.

  1. Bauprojekt. Foto: BZ

LÖRRACH. Das Gesamtprojektvolumen beträgt 2,293 Millionen Euro, der Neubau an der Kreuzstraße kostet 795 000 Euro. Da die Bewilligung des Zuschusses in voller Höhe nicht von vornherein zu erwarten gewesen war, ist die Freude im Rathaus und in der Projektgruppe im Innocel groß. Der Begleitausschuss zur Vergabe der Zuschüsse mit dem Regierungspräsidenten als Vorsitzenden hat hier die Mittel auch für die Bauinvestitionen genehmigt, was auch nicht üblich sei. Mit dieser Million von der EU werden nicht nur die Räumlichkeiten und die Ausstattung durch den Neubau deutlich erweitert, sondern auch die bestehenden Kooperationen mit den Nachbarländern Schweiz und Frankreich in Form eines trinationalen Schülerforschungsnetzes ausgebaut.

Diana Stöcker, Projektmanagerin "phaenovum" beim Innocel, erläuterte das gesamte Finanzierungspaket im Gemeinderat. Genauso hoch wie die Interreg-Förderung (1,063 Millionen) ist die Ko-Finanzierung deutscher und französischer Partner, hinzu kommen 166 000 Euro aus der Schweiz. Vom deutschen Anteil leistet die Stadt Lörrach den höchsten Anteil mit knapp 600 000 Euro, das Regierungspräsidium respektive das Land ist mit 120 095 Euro dabei. Weiter beteiligen sich die beiden Basler Kantone, der Conseil Général du Haut-Rhin, die Saint-Louis sowie Hochschulen, Schulen und Kindergärten aus den Ländern der Regio mit Geld, Personal oder Infrastruktur.

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Rund zwei Jahre wurde auf diesen Zuschusserfolg hingearbeitet. Carola Müller, die Expertin im Rathaus für das umfangreiche EU-Antragswesen, hat hier wichtige Arbeit geleistet. In viel Detailarbeit wurde für das Projekt geworben. Es geht dabei um eine herausragende Facette im Bildungsangebot der Stadt und der Region, "im Bereich der Sekundarstufenebene das größte trinationale Projekt, das es gibt" (OB Heute-Bluhm).

Dass man das Schülerforschungszentrum (SFZ) Dreiländereck nun so ausbauen könne, bedeute auch einen Qualitätssprung für die Schulen in der Region, meint die Oberbürgermeisterin.

Vor gut einem Jahr war der Fachbereich Physik/Nanosciences des SFZ Lörrach-Dreiländereck in den dafür sanierten Räumen der einstigen Hausmeisterwohnung des Hans-Thoma-Gymnasiums eingezogen. Ausgelagert sind bisher die beiden anderen SFZ-Fachbereiche Biologie/Chemie/Life Sciences an der Justus-Liebig-Schule in Waldshut und Informationstechnik/Robotik an der Dualen Hochschule in Lörrach.

Die Förderung der EU aus dem Programm Interreg IV Oberrhein ermöglicht nun den Neubau und damit die Zusammenführung der drei Fachbereiche. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche von vier bis 19 Jahren, die hier interdisziplinäres Forschen und Experimentieren können.

Autor: Nikolaus Trenz