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21. Februar 2012 18:47 Uhr

"Gugge-Battle"

Fulminantes Finale der Lörracher Fasnacht auf dem alten Markt

Zum dritten Mal war eine Bühne nicht genug, zum dritten Mal gab’s am Fasnachtsdienstag zum Finale der Straßenfasnachtssaison eine "Gugge-Battle", bei der Guggemusiken aus der Region den Alten Markt von zwei Seiten aus rockten.

  1. Während die Gassefäger vorne spielen, stehen die Trottwarschlurbi hinten schon bereit. Foto: Barbara Ruda

Mönche gegen Muppets, Waggis gegen Schulbueben: Doch wenn man es genau nimmt, handelt es sich bei der Battle eigentlich nicht um einen Wettstreit oder gar einen Kampf der Musiken gegeneinander. Nacheinander und abwechselnd wurden nämlich die beiden Bühnen eingenommen und ein letztes Mal für dieses Jahr gespielt, was das Zeug hält. Und am Ende des Tages, das unwiderruflich näher rückt, vereinten sich dann eh alle friedlich zum "Monstre" und brachten den Alten Markt noch mal so richtig zum Beben.

Das närrische Volk unten auf dem Platz war gestern nach Gugge-Explosion und den Umzügen schon dermaßen eingegroovt, dass es mitging, egal welche Formation gerade oben stand und Node spuckte oder Ohrä quälte: Tschäddärä! Auch der Applaus wurde gerecht verteilt – mal ging er in Richtung Südseite, mal geradewegs zur entgegengesetzten Seite des Platzes – eben da, wo die Musik gerade gespielt hatte.

Jede Guggemusik hatte eine viertel Stunde Zeit. Das reichte gerade für drei, vier Stücke. Keine Sekunde wurde mit Ii- und Usmarsch vertrödelt, denn blies die eine den letzten Ton, stand die andere bereits parat und legte los, um der Menge einen weiteren Gassenhauer um die Ohren zu schmettern. Die Feiernden mussten sich bloß geschwind um 180 Grad drehen und waren wieder voll im Bilde. Auf diese Weise konnte das Schwofen und Schunkeln im Konfettischnee ohne großen Unterbruch weitergehen.

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Die vielköpfigen Musiken (Oktave-Chratzer Brombach, Pfuusbagge Eichsel, Ranzepfiffer Weil, Trottwarschlurbi Lörrach, Ziefägge Efringen-Kirchen, Schlösslisymphoniker Inzlingen und Tschäddära Lörrach) traten auf der großen Südbühne auf, die kleineren (GM 53 Lörrach, Symfoniemüüsle Lörrach, Nodespucker Weil, Gassefäger Lörrach, Ohreputzer Lörrach, Ohräquäler Rheinfelden und Sumpfgumber Grenzach-Wyhlen) auf der kleinen gegenüber.

Schräge Töne schallten durch die Stadt, bis die Dämmerung aufzog und die "Sentimental Journey" des Abschiedsnehmen begann, auf die man so trefflich im Walzertakt schunklen kann. Musiker und Menge schwangen in einem Rhythmus.

Autor: Barbara Ruda