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16. Oktober 2010
Ganz schön haarig
Schülerinnen und Schüler entdeckten bei einer Stadtrallye viele neue interessante Dinge.
LÖRRACH (tm). Zum Auftakt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Basel 2020 waren die Kinder gefragt: Schülerinnen und Schüler aus Riehen, Hegenheim und Lörrach entdeckten bei einer Rallye gestern einige neue Dinge. Und ganz nebenbei lernten die französischen, schweizerischen und deutschen Schüler einander kennen.
"Wir haben Haare unter dem Mikroskop angeschaut und miteinander verglichen und mussten herausfinden, welches Haar nicht zu den anderen passt", erzählt der elfjährige Paul begeistert vom Besuch im Schülerforschungszentrum Phaenovum. Ein Katzenhaar, ein Menschenhaar und das Haar eines Meerschweinchens waren dabei, und unter dem Mikroskop konnten sie bis in die Zellstruktur der Haare hineinschauen. "Eines hatte keine Zellen – das war das Falsche", erklärt Paul. Mit Licht und Leuchtdioden haben die Schüler experimentiert und selbst eine Kamera gebastelt. "Wir haben einen Karton gefaltet und zusammengeklebt", erzählt Sophia. Auf der einen Seite hat er ein Loch, auf der anderen eine transparente Folie. "Wenn man durch die Folie schaut, sieht man, wo auf der anderen Seite Licht ist. Aber wenn man durch das Loch schaut, kann man Dinge scharf erkennen. Cool war, als wir eine Linse eingebaut haben. Dann sah man alles ganz scharf, aber auf dem Kopf", berichtet Sophia. Am Tisch nebenan sind einige mit Eifer dabei, den Mond in verschiedenen Phasen auszumalen. "Das gibt ein Mondphasen-Daumenkino", erklären sie.Werbung
Im Museum am Burghof bekommen die Kinder Bilder ausgehändigt – Fälschungen von Bildern, die im Museum zu sehen sind. Mit diesen machen sich die Kinder in kleinen Gruppen auf die Suche nach den echten Bildern und müssen dann acht Fehler, die ihr Blatt enthält, erkennen. Zusätzlich müssen sie Autor, Titel und Entstehungsdatum des Bildes angeben.
Fragen über interessante Plätze und Gebäude in der Region sind in der Stadtbibliothek zu beantworten. Am Morgen startete die Rallye in Riehen, wo Gemeindepräsident Willi Fischer sie eröffnete. Im Dorf- und Rebbaumuseum gingen die Kinder auf historische Spurensuche, in der Fondation Beyeler stellten sie eine Faltskulptur her.
Die IBA beschäftigt sich nicht nur mit Bauprojekten, sondern auch mit sozialen Aspekten und will das Zusammenleben in der trinationalen Region bis zum Jahr 2020 besser gestalten. "Im Jahr 2020 will man Projekte zeigen können, die symbolisch dafür sind, dass wir viele Dinge gemeinsam machen", sagte Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm. Gemeinsam haben auch die zehn- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler von der Orientierungsschule Hebel in Riehen, dem Collège des Trois Pays in Hegenheim und dem Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach die Aufgaben gelöst – aufgeteilt in sechs Gruppen, von denen alle trinational waren. Das Zusammenwirken hat ihnen sichtlich Spaß gemacht, und alle wollen es vertiefen, etwa mit regelmäßigen Austauschtagen. Als weitere Wünsche äußerten sie gemeinsame Ferienaktionen oder Landschulheim-Aufenthalte und ein gemeinsames Dreiländercamp.
Autor: tm
