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13. Januar 2017

Gradaus-Humor und feine Spitzen

Programm für den Zunftabend steht / Sieben Akteure spielen 48 Charaktere / Eine Fülle von Themen und Xsang.

  1. In bester Laune: von links Andreas Glattacker, Lukas Grussenmeyer, Hansi Gempp, Ralf Buser, Philipp Buser, Stephan Vogt und Hans-Werner Schuldt, es fehlen Karl-Heinz Sterzel und Klaus Ciprian-Beha. Foto: Barbara Ruda

LÖRRACH. Der Zunftabend 2017 feiert am Mittwoch, 15. Februar, in der Alten Halle Haagen Premiere. Neun davon werden Oberzunftmeister Stephan Vogt und seine Kollegen heuer wieder bestreiten, sieben Akteure auf der Bühne während acht Programmpunkten in die Rollen von 48 verschiedenen Charaktere schlüpfen. Viele davon gibt es wirklich, einige sind auch erfunden.

Leitbildprozess, Sparprogramm, Wohnraumnot, Kultur, Europa – Themen hat’s genug gegeben, berichten die Zunftmeister übereinstimmend über den Findungsprozess, der am ersten Septemberwochenende begann. "Kommunal und weltpolitisch – mer händ chönne ussuche", fügt Hansi Gempp hinzu. Freilich geben nicht alle Sujets den Stoff für eine ganze Nummer her, doch können solche innerhalb eines Stücks behandelt werden.

Schon bei der zweiten Sitzung sei relativ klar gewesen, was auf die Bühne kommt, blickt Stephan Vogt zurück. So früh sei man selten so weit gewesen. Damit für jeden etwas dabei ist, versuchen die Akteure erneut, eine Mischung aus Gradaus-Humor und feinen Spitzen zu servieren. Und selbstverständlich gibt es im Programm auch wieder "Xsang" auf von Nightshadow-Chef Rolf Hauser arrangierte Musik.

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Haben sich die Zunftmeister aus dem, was sie im vergangenen Jahr zusammengetragen haben – Zeitung zu lesen ist dabei ein Muss – erstmal auf Themen festgelegt, geht’s ans Schreiben von Rohentwürfen. Um aktuell zu bleiben, versucht man dann, bis zum Schluss immer wieder am Schräubchen zu drehen. Auch noch, wenn die Proben bald von Schwalbennäscht und Villa Kunterbunt in die Alte Halle verlegt werden. Dort müssen die Zunftmeister nicht nur genau austüfteln, wer bei den von einem Conférencier überbrückten Umbaupausen was wann wohin stellt. Zu ihren Aufgaben gehört auch, bei Aufbau und Dekoration selbst Hand anzulegen.

Die Freude des Publikums motiviert die Zunftmeister, jedes Jahr aufs neue viel Zeit und Engagement in die Nummern zu stecken. "Die Lörracher schätzen den Zunftabend und freuen sich lange im Voraus darauf", erzählt Ralf Buser, "das wird uns immer wieder gesagt." Und Stephan Vogt fasst zusammen: "Wenn wir am Ende sagen können ,Was, ihr wennt no mehr, was wenn mir noch mehr’, dann haben wir alles richtig gemacht."

Ein Spot für das Bühnenlicht wurde neu angeschafft, doch sind die Möglichkeiten in der Alten Halle mit ihrem begrenzten Raum ausgereizt. Nichtsdestotrotz sind die Akteure dankbar dafür, dass sie dort spielen dürfen. "In der Halle fühlt man sich heimelig, und als Spieler ist man zwischen den Leuten", erläutert Andreas Glattacker. "’S isch wie im Wohnzimmer." Für die 2017er-Ausgabe des Zunftabends hat Hanspeter Goldien außerdem vier neue große Kulissen gemalt.

Zunftabendkarten: Abholen der bestellten Karten: 19., 20. und 21. Januar, jeweils von 10 bis 15 Uhr, im "Schwalbenäscht", Untere Hartmattenstraße, Eintrittskarten, die nicht abgeholt werden, werden weiterverkauft. Es gibt eine Warteliste.

Autor: Barbara Ruda