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26. März 2010

Graffiti für die Messe

Sprayer wollen ihre Kunst einem großen Publikum zeigen.

  1. David Kaltenbach (rechts) und Philipp Lossau vor dem Graffito, das auf der Messe gezeigt wird. Foto: BZ

  2. David Kaltenbach (rechts) und Philipp Lossau vor dem Graffito, das auf der Messe gezeigt wird. Foto: BZ

LÖRRACH (BZ). Die Graffiti- und Streetart-Szene in Lörrach engagiert sich seit langem für die Anerkennung ihrer Kunst und die Bereitstellung von Flächen, die legal bemalt werden dürfen, so genannte "Freewalls". Dieses Anliegen, das seit längerer Zeit auch vom Jugendparlament unterstützt wird, will die Gruppe nun auf der Regio-Messe einem breiteren Publikum zugänglich machen. Dafür hatten Sprayer im Alten Wasserwerk eine acht auf 2,50 Meter große Tafel bemalt, die noch bis Sonntag auf der Messe (Halle 13) gezeigt wird.

David Kaltenbach und Philipp Lossau haben die Jugendlichen bei ihrer Arbeit im Alten Wasserwerk beraten. Ziel war es, den Besuchern der Messe zu zeigen, dass sich Graffiti-Kunst durchaus sehen lassen kann. "Graffiti soll etwas von seiner Verruchtheit verlieren, wir wollen Kunst präsentieren", sagt Philipp Lossau. Eine "Freewall" solle als "Treffpunkt zum Austausch" dienen, wird von den Sprayern betont.

Die etwa 40-köpfige "Freewall"-Gruppe organisiert regelmäßig Workshops, Ausstellungen und Jam-Sessions, bei denen Künstler zusammenkommen und gemeinsam arbeiten. Als "Frewalls" kommen die Pfeiler der Autobahnbrücke in Frage. Wie Stefan Dieterle vom Jugendreferat der Stadt erklärte, liege die Entscheidung derzeit beim Regierungspräsidium Freiburg. Die Pfeiler sind Bundesvermögen, weshalb die Stadt, die das Projekt grundsätzlich unterstützt, nicht allein entscheiden darf.

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Autor: bz