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06. September 2010
Hand in Hand fürs Kinderland
Internationales Workcamp im Garten der Kindertagesstätte Baumgartnerstraße ist abgeschlossen.
LÖRRACH. Große Augen machen werden die Mädchen und Jungen, die am Freitag nicht am "Tag der offenen Tür" teilnehmen konnten, wenn sie heute, Montag, zum ersten Mal nach den zweiwöchigen Sommerferien den Garten des Kinderlandes in Augenschein nehmen: Handgefertigte Straßenschilder weisen jetzt den Weg durch die weitläufige Anlage, ein Weidentipi samt -tunnel sind darauf neu entstanden und auch sonst hat sich während der zweiwöchigen Sommerferien dort einiges verändert. Zum Beispiel wurde die Bobbycar-Rennstrecke mit Steinen begrenzt, damit die Kinder nicht immer rechts oder links herunterpurzeln. Getestet wurde die Strecke am Freitag beim "Open day" bereits. Kinder sausten mit Karacho auf den roten Plastikautos aus dem Aquarium-Tunnel heraus und hatten ihre helle Freude daran.
Zwei Wochen lang haben 18 Teilnehmer eines International Peoples’s Projekt von CISV Germany aus elf Nationen die Gartenanlage im Kinderland ausgebaut (die BZ berichtete). Am Freitag luden sie zum "Tag der offenen Tür" für die ganze Familie ein und präsentierten ihre Non-Profit-Organisation – die Vorstellung wurde immer wieder von glucksendem Kinderlachen unterbrochen – und die im Workcamp geschaffenen Projekte.
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Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm eilte vom Mappus-Besuch flugs ins Kinderland, um die "faces behind the curtain" (die Gesichter, die hinter dem Projekt stecken) zu entdecken und allen zu danken, die dafür ihre Arbeitskraft geschenkt haben. Sie erinnerte an die Novartis-Volonteers, die bereits vor einem Jahr im Garten anpackten. Für sie als Stadtoberhaupt sei es ein tolles Gefühl zu erleben, wie sich das eine aus dem anderen entwickele und daraus ein rundes Ganzes werde. Das riesige Engagement jetzt auch der Teilnehmer des International People’s Projects passe in seinem Geist hervorragend in das Konzept der Familienzentrums-Tochter Kinderland. Überdies sei so ein Camp eine tolle Chance für junge Leute, sehr früh mit anderen Kulturen und einem speziellen Geist in Berührung zu kommen. "Alle Achtung!", rief sie allen Beteiligten zu.
"Dankeschön an die vielen Leute vor Ort, die uns unterstützt haben" sagten auch Birgit Maier, die Vorsitzende der Lörracher CISV-Gruppe, und Heidi Neuschütz, die pädagogische Leiterin des Kinderlands. Aus einer Bausteller sei innerhalb eines Jahres ein schöner Garten geworden, für den freilich immer noch ein paar Wünsche offen blieben, etwa eine Rutschbahn und eine Schaukel.
Bei ihrer Präsentation machten die IPPs-Teilnehmer und der "Stuff" (das Leitungsteam mit Lena Heizmann, Carmen Lefeber und Sudabah Djamshedzad) klar, wie beim CISV Friedenserziehung funktioniert. "Nicht wie in der Schule, wo einer deklamiert: Frieden ist, keinen Krieg zu führen, sondern durch die Erfahrung kultureller Vielfalt vom Kindesalter an und der Reflexion dieser Erfahrung und ihrer Anwendung im Alltag."
Autor: Barbara Ruda
