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04. April 2017

Hausbewohnerin bei Brand verletzt

Überhitzte Dunstabzugshaube war vermutlich die Ursache für ein Feuer im Wohngebiet Lingert.

  1. Von der Talseite ging die Feuerwehr mit der Drehleiter vor. Foto: Paul Schleer

  2. Von der Bergseite lichtete die Feuerwehr die Dachziegel, um an den Brandherd zu kommen. Foto: Paul Schleer

LÖRRACH-HAUINGEN. Eine verletzte Hausbewohnerin und ein beträchtlicher Gebäudeschaden sind die Bilanz eines Feuers, das am Montagmittag im Stadtteil Hauingen ein Einfamilienhaus zerstörte. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um den Brand, der vermutlich wegen einer überhitzten Dunstabzugshaube entstand, unter Kontrolle zu bringen.

Völlig überrascht war man im Stadtteil Hauingen, als nur wenige Tage nach dem Brand im Fischerheim in der Heilsau zur Mittagszeit massiv überall im Stadtteil das Martinshorn zu hören war. Ein Feuerwehrfahrzeug nach dem anderen fuhr den Lingert hinauf in die Borrüttestraße, wo an deren Ende bei einem Einfamilienhaus dicker Rauch aus dem Dachstuhl drang. Schnell hatte die Feuerwehr am Einsatzort erkannt, dass es sich um einen Vollbrand handelt, der von einem Küchenbrand ausging. Infolge Überhitzung muss sich die Dunstabzugshaube entzündet haben. Dies hatte zur Folge, dass innerhalb kurzer Zeit die ganze Küche verraucht war und der Dachstuhl brannte. Kurz nach der Feuerwehr trafen Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und der Notarzt am Brandort ein. Für die Hauseigentümerin musste schnell eine Notversorgung durch den Notarzt organisiert werden, um die erlittenen Brandwunden zu behandeln, danach wurde sie ins Kreiskrankenhaus gebracht.

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Vor Ort waren auch Kreisbrandmeister Christoph Glaisner, der stellvertretende Stadtbrandmeister Stephan Schepperle, der gleich die Einsatzleitung übernahm. Die Feuerwehr hatte zwei Löschzüge der Abteilungen Hauingen, Brombach, Haagen, Tumringen und Lörrach eingesetzt, sowie den Atemschutztrupp mit insgesamt rund 80 Wehrleuten und 17 Fahrzeugen. Von den Wehrleuten wurde der Wasserdruck der Strahlrohre im Wohngebiet Lingert bemängelt.

Von der Drehleiter aus wurde der Brand des Dachstuhls bekämpft, wofür reichlich Wasser notwendig war. Mit Hakenstanden mussten Ziegel heruntergerissen werden und über Leitern versuchten die Wehrmänner, den Dachstuhl zu öffnen, um besser an den Brandherd zu gelangen – eine mühsame Sache. Von der Bauweise her hatte das Dachgeschoss einen offenen Spitz, dessen Konstruktion einen offenen Dachstuhlbrand nach Aussage der Wehrmänner verhindert hat.

An der Brandstelle fanden sich auch Oberbürgermeister Jörg Lutz und Fachbereichsleiter Klaus Dullisch ein, um sich vom dem Unglück einen Überblick zu verschaffen. Das Einfamilienhaus ist im jetzigen Zustand nicht mehr bewohnbar. Über die Höhe des Schadens wurde vor Ort keine Angaben gemacht. Er dürfte beträchtlich sein. Die genaueren Umstände werden Brandsachverständige ermitteln.

Autor: Paul Schleer