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29. März 2010
HTG-Schüler in Stuttgart auf dem Treppchen
Tobias Wetzel wird bei "Jugend forscht" im Landesfinale Dritter.
LÖRRACH (BZ). Tobias Wetzel, Schüler der Klasse 11e am Hans-Thoma-Gymnasium, erreichte beim Landeswettbewerb "Jugend forscht" in Stuttgart den dritten Platz im Fachbereich Physik.
Bei seinem "geheimnisvollen Kugelbeschleuniger" rollt eine Stahlkugel in einer Rinne ganz langsam auf eine Anordnung von drei scheinbar gleichen, aneinandergereihten Kugeln zu. Die letzte Kugel wird dann nach dem Stoß mit hoher Geschwindigkeit weggeschossen. Der Trick dieses Beschleunigers liegt darin, dass eine der Kugeln ein sehr starker Magnet ist. Bei seinen Untersuchungen zu dieser auch als "Gausskanone" bezeichneten Anordnung hatte er eine Möglichkeit gefunden, die Geschwindigkeit der weggeschossenen Kugel exakt zu berechnen. Durch vielfältige Experimente gelang es ihm, seine Theorie zu bestätigen. Der Einstieg in dieses Thema begann vor sieben Monaten, als er im Rahmen des Faches Naturwissenschaft und Technik die Möglichkeit hatte, eine Jugend-forscht-Arbeit zu erstellen. Im Schülerforschungszentrum "phaenovum" fand er optimale Bedingungen, um dies zu verwirklichen.
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Nach seinem Regionalsieg vor vier Wochen in Denzlingen steckten Tobias und sein Betreuer Hermann Klein Wochenend- und Spätschichten in die Vorbereitung auf den Landeswettbewerbs. Dabei ging es auch um Präsentationstechniken.
In Anwesenheit von Kultusminsterin Schick fand nun am vergangenen Freitag in Stuttgart im Haus der Wirtschaft die Preisverleihung statt. Tobias Wetzel war dabei mit 16 Jahren einer der jüngsten Teilnehmer des Landeswettbewerbs. Den Einzug ins Bundesfinale verpasste er nur knapp. Der Schüler musste sich nur einem Team vom Kepler-Seminar in Stuttgart, das einen kostengünstigen Detektor für radioaktive Strahlung entwickelt hatte, und einem Team aus Mannheim, das sich mit dem sogenannten Teekanneneffekt beschäftigt hatte, den Vortritt lassen.
Der Erfolg hat Tobias Wetzel so motiviert, dass er nächstes Jahr mit einer Seminararbeit ein neues physikalisches Thema im Rahmen des Jugend-forscht-Wettbewerbs angehen möchte. Die Planungen für den nächsten Wettbewerb 2011 haben im "phaenovum" bereits begonnen. Interessenten können an den Jugend-Forscht-Projekttagen jeweils Donnerstag- und Freitagnachmittag im "phaenovum" vorbeischauen.
Autor: bz
