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26. Januar 2010
Jugend forscht – im Kindergarten
Kinder lernen spielend beim "Experimentiertag" der Kindertagesstätte und mit Kindern aus dem Elsass auch Französisch
LÖRRACH. Forschen und experimentieren und der kindlichen Neugier freien Lauf lassen konnten Kindergartenkinder und Schüler am Freitagnachmittag. "Experimentiertag" war in der überbetrieblichen Kindertagesstätte in Tumringen angesagt, und die Kinder waren mit großem Eifer dabei, verschiedene Dinge auszuprobieren.
Welche Dinge schwimmen im Wasser und welche nicht? Kann man einen Tischtennisball mit einem Föhn in der Luft schweben lassen? Wie wirken Strom und Magnetismus? Welche Effekte bewirken Licht und Schatten? Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Kinder nach. Sie lernten, wie man eine Salbe herstellt oder wie Luftschadstoffe gemessen werden. Und sie erlebten, wie man aus Holzbrettchen eine Brücke bauen kann ohne Nägel oder Schrauben zu verwenden.All diese Dinge machten die Kinder der Kita nicht alleine, zum Experimentiertag kamen auch viele Gäste. Nämlich die Schüler aus der Kernzeitbetreuung der Grundschule Tumringen, von denen viele früher die Kindertagesstätte besucht haben, und Schülerinnen und Schüler des J. J. Henner Lycee aus Altkirch im Elsass. Mit der französischen Schule unterhält die Kindertagesstätte schon seit zehn Jahren eine Kooperation. Seit dieser Zeit lernen nämlich die Kita-Kinder auch die Sprache der französischen Nachbarn. Dazu absolvieren zwei angehende Sozialassistenten ihr trinationales Praktikum in der Kita und lehren den Kindern französische Lieder oder machen Spiele und erzählen Geschichten in französischer Sprache. Die Kita nimmt am trinationalen Paenovum-Schülerforschungsnetzwerk teil, das eine verbesserte Frühförderung im Bereich Naturwissenschaft und Technik zum Ziel hat, wie Kita-Leiterin Ursula Bangert berichtet. Der deutsch-französische Begegnungstag stand diesmal unter dem Motto "experimentieren". Beim Experimentiertag ging es nicht um Wissensvermittlung, sondern um spielerisches Ausprobieren und Erkunden. "Die Kinder experimentieren selbst", stellte Bangert fest. Die Erzieherinnen, die einen Lehrgang besucht haben, den Paenovum zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz anbietet, geben lediglich Impulse und Motivationshilfen. Die Kita kommt dem Wissensdrang der Kinder auch mit anderen Aktionen entgegen.
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Autor: Thomas Loisl Mink
