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08. Oktober 2009
Junge Trainer für Fußball-Roboter gesucht
IT-Seminar des Schülerforschungszentrums bietet auch in diesem Jahr wieder 15 Plätze für Jugendliche ab 15 Jahren.
LÖRRACH (dam). Wer sich lieber mit dem Computer beschäftigt als gegen den Ball zu treten und wer lieber Fußball-Roboter baut als selbst zu schwitzen, der ist im neuen IT-Seminar des Schülerforschungszentrums "phaenovum" richtig. 15 Plätze für Jugendlich ab etwa 15 Jahren hält das Seminar bereit. Für alle jungen Programmierer, die einen Platz ergattern, übernimmt eine Firma aus der Region eine Patenschaft, verbunden mit der Zusage, die Schüler auch einmal in professionelle IT-Abteilungen hineinschnuppern zu lassen.
Bereits im siebten Jahr gibt es das IT-Seminar, das seit der Gründung des Schülerforschungszentrums "phaenovum" gleichzeitig als dessen Abteilung für Informationstechnologie auftritt. Ursprünglich war das IT-Seminar an die Duale Hochschule (früher: Berufsakademie) angeschlossen. Auch das Prinzip der Patenschaften hat am IT-Seminar Tradition. Jeder Jugendliche bekommt Unterstützung von einer Firma, die vor allem für die Kosten in Höhe von 1500 Euro aufkommt und außerdem ein einwöchiges Praktikum zur Verfügung stellt. Dieses Patenschaftsmodell ist zwischenzeitlich auch für das ganze Schülerforschungszentrum eine Säule der Finanzierung.
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Am inhaltlichen Aufbau des IT-Seminars hat sich nicht viel verändert. Ziel der einjährigen Arbeitsgemeinschaft ist es, kleine Fußball-Roboter zu bauen. Als Bauteile dienen Lego-Mindstorm-Steine, deren Programmierung von den Schülern übernommen werden. Die Gruppe trifft sich einmal pro Woche, außerdem sind Blockwochenenden und Exkursionen vorgesehen. In der ersten Sommerferienwoche geht jeder Teilnehmer für eine Woche in seinem Patenschaftsbetrieb. "Wir bieten einen spielerischen Zugang", sagt Seminarleiter Axel Sikora, der als Professor an der Dualen Hochschule engagiert ist. Mit diesem offenen Arbeiten unterscheide sich das IT-Seminar auch von schulischer Atmosphäre. Erfahrungsgemäß gibt es mehr Bewerber als Plätze. Anfang November werden die geeigneten Kandidaten ausgesucht.
Das IT-Seminar wird auch im kommenden Jahr in den Räumen der Dualen Hochschule stattfinden. Erst wenn der Neubau des Schülerforschungszentrums fertig sein wird, können alle drei "phaenovum"-Abteilungen (neben IT/Robotik sind dies noch Physik und Life Sciences) unter einem Dach arbeiten. Dann erhoffen sich die Organisatoren auch mehr fächerübergreifende Verbindungen. In welche Richtung dies gehen könnte, zeigte sich bei der Spatenstich-Feier mit Forschungsministerin Annette Schavan. Dort war ein Roboter im Einsatz, den die IT-Leute gebaut hatten und der seinen Strom aus einem biotechnischen Antrieb der Life-Science-Abteilung zog.
Autor: dam
