Kinderalarm bei der Feuerwehr

Paul Schleer

Von Paul Schleer

Mo, 13. Februar 2017

Lörrach

Alle Lörracher Abteilungen und die Feuerwehr Inzlingen am landesweiten Aktionstag beteiligt / Rundum positive Bilanz.

LÖRRACH/INZLINGEN. Zufrieden waren die Feuerwehren aus Lörrach und Inzlingen mit ihren Beiträgen zum landesweiten Aktionstag unter dem Motto "Wir leben Retten. Mach mit!". In Lörrach waren die Abteilungen Lörrach, Brombach, Haagen, Hauingen und der Löschzug Tumringen vertreten. Auch die Feuerwehr Inzlingen beteiligte sich. Ziel der Aktion war, die Bevölkerung für die Belange der Feuerwehren zu sensibilisieren und sie dem Bürger näher zu bringen.

Dabei ging es nicht nur um die Brandbekämpfung. Breit und vielfältig ist inzwischen das Einsatzgebiet der Floriansjünger geworden und es umfasst technische Hilfeleistungen, Maßnahmen bei Unfällen mit Gefahrgutstoffen aber auch den Einsatz bei Not- und Katastrophenfällen. Dazu leisten Lörrach und die Gemeinde Inzlingen jedes Jahr einen beträchtlichen Betrag. Die Kommunen investieren in ihre Feuerwehr, damit diese mit Fahrzeugen, Gebäuden und Gerätschaften immer auf dem neuesten Stand sind.

Wenn es darum geht, Verstärkung zu akquirieren, dann ist die Feuerwehr nicht nur an neuen Mitgliedern für die Nachwuchsabteilungen interessiert. Auch Quereinsteiger (erwachsene Frauen und Männer) sind willkommen. Voraussetzung ist, in Lörrach oder Inzlingen zu wohnen und zu jeder Tages- und Nachtzeit gut mit Stresssituationen umgehen zu können. Verpflichtend ist auch die Bereitschaft, an Fortbildungen teilzunehmen und sich auf Atemschutztauglichkeit prüfen zu lassen. Die Feuerwehr wendet sich nicht nur an Neubürger, auch Migranten sind willkommen. Allerdings gilt auch hier: Ohne deutsche Sprachkenntnisse geht es nicht.

Frieder Zeiher, Hauptamtlicher in Lörrach, bezeichnete bei der Fahrzeug- und Geräteschau bei der Abteilung Lörrach die Nachwuchsgewinnung folgerichtig als ganz wichtig. Sichere sie doch auch den Schutz für den Bürger bei Notfällen. Er zeugte sich am Samstag erfreut darüber, dass viele Familien mit Kindern großes Interesse an der Arbeit der Lörracher Wehr zeigten. In Lörrach waren Hauptamtliche, Ehrenamtliche und Jugendbetreuer im Einsatz, um bei dem regen Betrieb vor allem den Kindern die gute Sache Feuerwehr zu zeigen. Die meisten interessierten sich nicht nur für Fahrzeuge und Gerätschaften, sondern auch für die Kleidung der Wehrleute.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Inzlingen zog Abteilungskommandant Thomas Muck das Fazit, "ohne Kinder geht es nicht mehr". Nur mit Kindern können in Zukunft Organisationen und Vereine noch weiter bestehen. Als großen Vorteil gegenüber den Lörrachern betonte er trotz der partnerschaftlichen Verbundenheit mit Lörrach die Eigenständigkeit der Inzlinger Wehr. Bürgermeister Marco Muchenberger (Inzlingen) bezeichnete es als wichtig, dass mit solchen Aktionen das Ehrenamt in der Feuerwehr kreisweit gestärkt wird. Die Arbeit der Feuerwehr könne nicht genug geschätzt werden in einer Zeit, wo die Bereitschaft dem Nächsten zu helfen immer mehr abnimmt. In Brombach zeigte sich Oberbrandmeister Karl-Heinz Zimmermann als Zugführer mit dem Zuspruch zufrieden. Ebenfalls ein positives Fazit zog in Hauingen der stellvertretende Abteilungskommandant Andreas Leonhardt. In Haagen war Abteilungskommandant Florian Börs und sein Stellvertreter Fabian Puchtler zufrieden mit dem Zuspruch. Als Attraktion hatte man die 32 Meter hohe Drehleiter ausgefahren. Beim Löschzug Tumringen zeigte sich Mannschaftsvertreter Marc Merle zufrieden, man hatte viele Besucher mit Kindern, die großes Interesse an der Feuerwehr zeigten.