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06. April 2013

Klagen über die Folgen der Holzarbeiten am Schädelberg

Klagen über die Folgen der Holzarbeiten am Schädelberg / Holz muss im Winter geschlagen werden.

  1. Tiefe Spuren in Wege und Waldboden haben die Waldarbeiten am Schädelberg gegraben. Es war sehr nass. Foto: Nikolaus Trenz

LÖRRACH. Holzarbeiten im Stadtwald erregen immer wieder die Gemüter. Jetzt hat sich die Lörracherin Christine Langen in einem Schreiben an "Entscheidungsträger und Bürder der Stadt Lörrach" zu Wort gemeldet und beklagt die Eingriffe in den Wald. Nächste Woche findet zu diesem Thema ein Gespräch zwischen Stadt- und Forstverwaltung statt. Letztere vollzieht, was der Gemeinderat im zehnjährigen Forstwirtschaftsplan beschlossen hat.

Der Stadtwald sei "Rückzugsgebiet für Mensch und Tier" stellt Christine Langen fest. Am Schädelberg sei es nun "zerstört". Denn: "Wege wurden ihnen Rücksicht an angrenzende Bäume meterweit verbreitert. Tief haben sich riesige Traktorspuren, auch außerhalb der Wege in den Boden gegraben, unnatürlich bunte Lachen, di von Benzin und Öl Zeugnis geben, trüben den Blick des Betrachters, Bäume liegen gefällt am Boden, Vögel flattern von ihren eben erbauten Nistplätzen und Rehe springen verstört dem Waldbesucher fast in die Arme. Statt ihre Lebensraumes Dickicht und Unterholz klaffen nun kahle Stellen, wie Wunden im einstigen Wald."

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Der Winter ist die Zeit des Holzeinschlags. Der war nun auch für diesen Teil des Stadtwaldes vorgesehen. In diesem Jahr wird plangemäß der zehnjähriges Hiebsplan etwas unterschritten, sagt Martin Groß, der Leiter des Forstamtsbezirks Kandern, zu dem auch der Stadtwald gehört. Die Bäume waren zum Teil schon gefällt und warteten darauf, aus dem Wald geholt zu werden. Das musste sein und da spielte das nasse Wetter den Forstleuten und Waldarbeitern nicht in die Hände. Vielmehr war es am Schädelberg so, dass sich der Boden als nicht so tragfähig erwies, wie sie das erwartet hatten. Also hinterließen die Rückearbeiten diesmal erheblich größere Spuren im Wald, als das sonst der Fall ist, erläutert Martin Groß. Überdies ist auf dem nassen Untergrund eine Maschine eingebrochen. Aber ohne solche Spuren geht es im Winter bei den Holzarbeiten nie ab, das lässt sich derzeit auch in anderen Waldgebieten, die als Wirtschaftswald genutzt werden, beobachten. Die Wege in dem Waldgebiet am Schädelberg seien übrigens als "Maschinenwege" angelegt worden, nur seien sie jetzt viele Jahre nicht als solche genutzt worden.

"Das sieht nicht schön aus", räumt Martin Groß ein. Aber in zwei Wochen seien die Wege wieder hergestellt.

Autor: Nikolaus Trenz