Klar für Kramp-Karrenbauer

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Fr, 07. Dezember 2018

Lörrach

Stimmungsbild bei Lörracher Mandatsträgerkonferenz der CDU / Schuster und Apel in Hamburg dabei.

LÖRRACH. Ginge es nach der Mandatsträgerkonferenz des CDU-Kreisverbandes Lörrach wäre die Wahl des oder der neuen Bundesvorsitzenden beim Parteitag der Christdemokraten in Hamburg eine klare Sache für die frühere saarländische Ministerpräsidentin und derzeitige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Mit rund 30 Teilnehmern sei das Stimmungsbild am Mittwochabend zwar nicht repräsentativ gewesen, aber doch in gewisser Weise aussagekräftig, lässt Armin Schuster auf BZ-Anfrage wissen.

Zusammen mit Dominik Apel, stellvertretender Kreisvorsitzender aus Rheinfelden, vertritt der CDU-Bundestagsabgeordnete in Hamburg den Kreisverband Lörrach und ist einer von 1001 Delegierten, die über die Nachfolge Angela Merkels an der Spitze der CDU entscheiden. Einige Mitglieder hätten bei der Lörracher Konferenz ein klares Votum für Friedrich Merz abgegeben; in der Tendenz sei aber eine deutliche Mehrheit für Annegret Kramp-Karrenbauer gewesen.

Dieses Stimmungsbild ist für Armin Schuster wie für Dominik Apel aber nur ein Faktor ihrer Entscheidung. Bei der Wahl sind sie daran nicht gebunden, sondern völlig frei. "Es gibt kein imperatives Mandat", erklärt Schuster. Auch Apel will "nach bestem Wissen und Gewissen" entscheiden. Merz löse unter CDU-Mitgliedern viel Euphorie aus, Kramp-Karrenbauer überzeuge nach Umfragen eher in der breiten Bevölkerung, schätzt Schuster die Lage ein. Er rechnet mit einem knappen Ergebnis. Da Parteitage oft nach ganz eigenen Gesetzen ablaufen würden, könnten sich Mehrheiten bis zur letzten Minute noch ändern. Auch Apel erwartet ein "enges Rennen", bei dem es auch auf die Tagesform ankomme. Er selbst will seine Entscheidung neben dem Stimmungsbild an der Basis auch davon abhängig machen, wie sich die Kandidaten in Hamburg präsentieren.