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05. Juli 2011
Kleinste Teilchen kinderleicht erklärt
Ausstellung im HTG erläutert den Kern der Dinge.
LÖRRACH. Nicht weniger als den Kern der Weltentstehung ergründen, das ist das hoch gesteckte Ziel der internationalen Forscher im LHC am Cern in der Nähe von Genf. Eine Menge Abkürzungen und viele Fragen, die dazu auftauchen: Was genau ist der LHC? Woher kommt die Masse, aus der unsere Welt besteht? Und was ist mit der Antimaterie? Dies sind die Themen, die bei der gestern eröffneten Ausstellung "Weltmaschine" im Hans-Thoma-Gymnasium die Hauptrolle spielten.
Knapp drei Monate lang haben mehr als dreißig 30 Schüler des Hans-Thoma-Gymnasiums (HTG) ab der 8. Klasse an der Fertigstellung bis zur gestrigen Ausstellungseröffnung gearbeitet. Es ist das erste Mal, dass diese Wanderausstellung so weit im Süden präsentiert wird. Ebenfalls neu ist, dass sie von Schülern statt von wissenschaftlichen Mitarbeitern eines Forschungsinstituts oder von Studenten vorgestellt wird. Der Transport der Ausstellungsstücke hat das Lörracher Schülerforschungszentrum "phaenovum" etwa 2000 Euro gekostet, an denen sich auch die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden sowie die Spedition Reissner und das HTG beteiligt haben.
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Hermann Klein, am HTG Fachbereichsleiter für Physik, betonte, dass neben der regulären Ausstellung auch einige zusätzliche schulbezogene Exponate zur Verfügung stehen. Hubert Bernnat, Direktor des Hans-Thoma-Gymnasiums, freute sich, die Ausstellung eröffnen zu dürfen, obwohl die Physik, wie er scherzte, "nicht unbedingt mein Fachgebiet ist". Durch einige vereinfachte Strukturdarstellungen habe er aber allmählich verstanden, was die Kernfragen und -antworten der Ausstellung seien.
Tatsächlich ist die Ausstellung im Untergeschoss des Hans-Thoma-Gymnasiums sehr schüler- und laienfreundlich aufgemacht: Durch reichlich Filmmaterial, anschauliche Darstellungen oder ganz einfache Dinge wie Stoffpuppen oder Plastikkugeln werden verschiedene physikalische Vorgänge demonstriert.
Die Schüler Stefan Vierke, Miriam Krimmer, Susanne Beitinger und Clara Lorenz führten nacheinander durch die Ausstellung, die aus vier Teilen besteht, die jeweils räumlich voneinander abgetrennt sind. Die Ziele des Cern, der Aufbau der allerkleinsten Teilchen und ihre Beschleunigung werden genauso thematisiert wie die Nachweise der durch die Kollision entstandenen Teilchen und natürlich auch die wichtigste Frage: Wozu der riesige Aufwand?
Dabei locken die umgebauten Fahrradräume im Hans-Thoma-Gymnasium mit vielen interaktiven Angeboten und Installationen, an denen die Besucher vieles selbst ausprobieren können. Als besonderes Extra erschienen zudem gestern zwei als Köche verkleidete Schüler (Lukas Wieg und Leonard Bauersfeld), die das "Universe à la Cern" verständlich als Kochrezept präsentierten. So einfach und alltäglich lässt sich Physik also erklären.
Autor: Victoria Schlusche
