Evakuierung

Großeinsatz: Kohlenmonoxid in Lörracher Shisha-Bar

Martin Eckert, BZ, dpa; aktualisiert um 15.50 Uhr

Von Martin Eckert, BZ-Redaktion & dpa; aktualisiert um 15.50 Uhr

Do, 09. März 2017 um 07:06 Uhr

Lörrach

In einer Shisha-Bar in Lörrach ist Kohlenmonoxid ausgetreten. Eine 19 -Jährige hatte das giftige Gas eingeatmet und wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

In einer Shisha-Bar in der Lörracher Belchenstraße ist am Mittwochabend Kohlenmonoxid ausgetreten. Darauf kam es gegen 20.15 Uhr zu einem Großeinsatz. Eine 19 Jahre alte Frau hatte das giftige Gas eingeatmet und musste ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Polizei mitteilte. Die junge Frau sei außer Lebensgefahr, bereits befragt worden und könne an diesem Tag entlassen werden.

Ursache weiter unklar

Die Ursache für den Austritt ist laut Polizei weiterhin unklar, die Ermittlungen laufen. Es seien Kollegen der Abteilung Umwelt/Gewerbe vor Ort. Die Anwohner konnten dem Bericht zufolge noch in der Nacht zurück in ihre Wohnungen. Die Shisha-Bar ist seit Donnerstagnachmittag wieder geöffnet. "Aber es dürfen keine Shishas angeboten werden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind", sagte Polizeisprecher Dieter Troppmann. Getränke auszuschenken, sei erlaubt.

Die Feuerwehr Lörrach stellte am Mittwochabend im gesamten Gebäude einen erhöhten Kohlenstoffmonoxidwert fest. Die Ermittlungen zu den Ursachen laufen.

Das ganze Gebäude wurde evakuiert

Das betroffene Gebäude ist evakuiert worden. Die übrigen Barbesucher und Hausbewohner wurden vorsichtshalber zur weiteren Untersuchung und Beobachtung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Polizei spricht von 14 Personen, darunter fünf Kinder. Acht weitere Gäste verweigerten laut Polizei eine Untersuchung durch die Sanitätskräfte.

Die Polizei hat die Bar gesperrt. Am Donnerstagmorgen sollen Experten die Ursache des Gasaustritts untersuchen.

Kohlenmonoxid ist farb-, geruchlos – und tödlich

Der Rettungsdienst sowie die Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuz aus Lörrach, Herten, Rheinfelden und Schopfheim waren mit insgesamt elf Fahrzeugen und 22 Mann im Einsatz, um die betroffenen vor Ort zu behandeln und den Transport in die Krankenhäuser zu übernehmen. Die Feuerwehr Lörrach war mit fünf Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz.

Ebenso vor Ort waren Dr. Volkmer als leitender Notarzt sowie Simon Redling vom Einsatzführungsdienst. "Wir hatten auf einen Schlag sehr viele Patienten zu versorgen, aber unsere Kräfte waren schnell vor Ort, so dass wir den Einsatz strukturiert abarbeiten konnten", sagte Redling nach dem Einsatz.
Infos zu Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Erst Ende Januar waren in Bayern sechs Teenager gestorben, weil sie das Gas unbemerkt eingeatmet hatten.

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