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16. Februar 2015

KONFETTI: Echt und virtuell

Eine Veränderung gab es bei der Migros-Gugge-Explosion wieder mal betreffs der Bühnen. Zu der "Spontan-Bühne" am Chesterplatz kam noch die "Rock-in-Bühne" am Hirschenbrunnen. Beide boten viel Raum für Standkonzerte und spontane Auftritte auch von Musiken, die gar nicht offiziell eingeladen waren. 17 hatten sich schon im Vorfeld angekündigt. Deshalb war auch für die Kleinbühnen eine Koordination seitens der Veranstalter notwendig. "Damit auch diese Gäste ein Forum bekommen", erläuterte der musikalische Leiter Claudio Burger. Trotzdem habe man noch Puffer gelassen für unangemeldete Gruppen. Die Hauptbühnen indes bleiben gesetzt: vor dem Rewe-Markt, auf dem Alten Marktplatz und auf dem Chesterplatz. Letztere stand erstmals am hinteren Ende des Platzes – so, dass man von der Tumringer Straße aus einen Blick darauf hatte. Diese Änderung wurde positiv aufgenommen.

Von zwei Kameras auf dem Dreikönig-Balkon und einem Podest neben dem Narrenbaum wurden die Konzerte der Gugge-Explosion erstmals per Livestream im Internet übertragen. Ein Angebot, was scheinbar gut ankam, wie Obergildenmeister Jörg Rosskopf beim abendlichen Empfang berichtete. 300 Leute seien permanent online gewesen und man habe schon Dankesmails aus Asien und Amerika bekommen. Insgesamt seien es 7000 Klicks gewesen. Den Umzug gestern gab’s auch weltweit live. Nach Fasnacht werden die Filme übrigens dauerhaft ins Netz gestellt, zum Beispiel auf http://www.gugge-explosion.de

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Die Umzugsstrecke in der Innenstadt hat ihre schönsten Passagen, wo die Zuschauer in Scharen und eng stehen, da ist Umzugs-Public Viewing auch am stimmungsvollsten. Die Passage am Marktplatz ist da ein echter Unterbruch, bevor die Akteure in der Herren- und Basler Straße nochmal auf Zuschauer treffen. Unterbrüche gab’s diesmal auch ziemlich viele im Zug. Richtige Löcher. Das ist man von den Lörracher Zugorganisatoren nicht gewöhnt. Nicht jede Formation ist gleich schnell und Pyramidenbau von Zundeln oder Hexen gehört einfach dazu. Dass diesmal auch die Umzugsliste abschnittweise kräftig durcheinander geriet, ist ebenfalls ungewöhnlich. Der Zuschauer an der Strecke merkt das kaum, aber die Kommentatoren brachte es ins Schwitzen.

Weniger Glasbruch habe die Aktion der Gilde "Lass Deine Falschen zu Hause" gebracht, freuten sich Obergildenmeister Jörg Roßkopf und Oberbürgermeister Jörg Lutz beim Narrenempfang im Burghof. Den Narren die Ehre gaben auch die Abgeordneten Armin Schuster (MdB) und Justizminister Rainer Stickelberger (MdL). Lutz dankte der Gilde (für die Straßenfasnacht) und der Zunft (für die Zunftabende). Die Lörracher Fasnacht sei "die schönste weit und breit", fand er. Roßkopf dankte vor allem der Stadt, dem THW, Polizei und dem Roten Kreuz für den unverzichtbaren Einsatz vor Ort.

Autor: Barbara Ruda/Nikolaus Trenz