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14. Februar 2012

Lachmuskeln aufgewärmt

Narrenzunft und Narrengilde gaben in Haagen einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage.

  1. Hans Rohrbach führte in verschiedenen Rollen und mit viel Humor durch das Programm. Foto: Thomas Loisl Mink

  2. Die Zundel-Girls begeisterten mit ihren Tänzen. Foto: Thomas Loisl Mink

LÖRRACH-HAAGEN. Was die närrischen Tage bringen könnten, zeigte sich bereits am Sonntag: Zum dritten Mal veranstalteten Narrengilde und Narrenzunft einen gemeinsamen Unterhaltungsnachmittag für Senioren, bei dem die Alte Halle in Haagen bis auf den letzten Platz gefüllt war. Schließlich gab es auch ein lustiges und abwechslungsreiches Programm.

Doch erst einmal drohten Strafzettel. Die Seniorenpolizei kam mit Rollator und Blaulicht in den Saal – in Person von Hans Rohrbach, der nach der Begrüßung durch Oberzunftmeister Karl-Heinz Sterzel und Protektor Jürgen Schernhammer durch das Programm führte und dabei in verschiedenen Rollen immer wieder selbst Programmnummer war. In 50 Jahren wird es nur noch 58 Millionen Deutsche geben, von denen 32 Millionen über 60 sind. "Dann kommen auf einen Falschparker drei Rentner, die ihn anzeigen", meinte Rohrbach. Später kam er als Zollbeamter wieder, als Bundeswehrsoldat und als Rettungssanitäter. Als Feuerwehrmann lüftete er das Geheimnis, weshalb Feuerwehrautos keine Navis haben: "Unsere Kunden geben uns Rauchzeichen." Der "Rentner-Rocker und Elvis von Stetten-West" trat in Person von Axel Leuger auf und brachte die Besucher mit seiner Erzählung von einer Rom-Reise zum Lachen. Diese hatte er nämlich bei der "Rentner-Bravo", der Apotheken-Rundschau gewonnen, und sie entpuppte sich als Gevita-Seniorenausflug.

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Die Guggemusik "Voll d'näbe" unterhielt das Publikum mit kraftvoller Stimmungsmusik, und auch die Tanzkapelle "Nightshadows" sorgte für musikalische Unterhaltung, während der Freundeskreis der Lörracher Fasnacht die Gäste bewirtete. Einen Auszug aus dem aktuellen Zunftabend-Programm gab es auch zu sehen: Klaus Ciprian-Beha, Stephan Vogt und Andreas Glattacker traten als "Schnegge-Straussi"-Wirtin, als neuer schweizer Wirt vom "Kranz" und als "Salami" von Stetten auf, um die badische Küche zu preisen: "Paella, Gyros und Tsatsiki geh’n uns langsam uf de Sack..." Die Schweizer bekamen ihr Fett ab, und natürlich die Weiler, vor allem wegen ihrem per Bürgerentscheid gekippten Einkaufszentrum an der Hangkante. Das hatte auch die Schnitzelbank "Verslifurzer" als Thema und fragte deshalb: "Für was bruuchsch jetz no s Trämli z Wiil?" Sie bedauerten den Wegzug der Affen aus dem Rosenfelspark, aber noch gibt es welche in Lörrach: "S Rothuus isch voll vu Affe", meinten sie.

"Je älter man wird, desto leichter verwechselt man den erhöhten Blutdruck mit Leidenschaft", sagte der Sanitäter Hans Rohrbach, bevor Hubert Bernnat anhand von zwei Kühen die Politik erklärte. So hat der Bundespräsident die zwei Kühe von einem befreundeten Unternehmer zur Verfügung gestellt bekommen, mit Hilfe eines Bankkredits den Stall für sie gebaut – aber die Milch hat er bezahlt. Doch nicht alles ließ sich mit diesem Beispiel erklären: "Die drei Lörracher Ortsteile besitzen zwei Kühe – das Problem ist nicht lösbar", stellte Bernnat fest. Die Kinder- und Jugendgugge "Ohreputzer" beschloss das Programm mit ihren fetzigen Klängen.

Autor: Thomas Loisl Mink