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18. Januar 2012
Landwirte aus dem Land verdienen am wenigsten
Die Mitglieder des BLHV-Kreisverbandes trafen sich in Utzenfeld zur ersten von drei Versammlungen.
UTZENFELD (vwe). Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) lud zur ersten von drei Mitgliederversammlungen des Kreisverbandes im Januar ins Gasthaus Eiche in Utzenfeld ein. Mit dabei waren auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster sowie der Grünen-Landtagsabgeordnete Josha Frey. Die beiden Politiker standen den zahlreichen Landwirten Rede und Antwort.
Der Kreis-Verbands-Vorsitzende des BLHV, Heinz Kaufmann, berichtete vom vergangenen Jahr. Unter anderem wurde eine neue Bewertung für die Grundsteuer eingeführt. Der BLHV will nun dagegen angehen, dass landwirtschaftliche Gebäude höher bewertet werden als Wohngebäude. Der BLHV veranstaltete eine Informationsveranstaltung zum geplanten Biosphärengebiet Feldberg-Südschwarzwald. Vom Deutschen Bauernverband wurde der BLHV beim Deutschen Bauerntag in Koblenz für die beste Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Außerdem wurde ein Bildungsausschuss zum Thema "Lernen auf dem Bauernhof" gegründet.
Der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster berichtete über die Landwirtschaftspolitik des Bundes und betonte, dass Deutschland in Sachen Argrarpolitik nicht alleine mit seinen Interessen wäre. Im Frühjahr plant Schuster eine Veranstaltungen zum Thema "Ländlicher Raum" mit dem EU-Abgeordneten Andreas Schwab in der Region rund um Todtnau. 2012 werde sich der Bund schwerpunktmäßig auf den ländlichen Raum konzentrieren, Themen wie schnelles Internet, Flächenschutz, Flächennutzung ständen auf der Agenda, so Schuster. Derzeit liege Baden-Württemberg auf dem letzten Platz bei der Einkommenslage der Landwirte.
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Er wollte vom BLHV wissen, woran das liege. Die Antwort von Zimmermann: Es habe zwar eine zufriedenstellende Ernte gegeben, doch in Baden-Württemberg hätten die Landwirte mit höheren Transportkosten zu kämpfen. Man wolle noch herausfinden wo weitere Schwachpunkte liegen, so Zimmermann.
Der Grünen-Landtagsabgeordnete Josha Frey war zum ersten Mal beim BLHV zu Besuch und betonte, dass durch die neue Struktur im Parlament der ländliche Raum immens gestärkt werde. In Bezug zum Biosphärengebiet hoffe er, dass man eine Regelung finde, die für alle zufriedenstellend ist. Zimmermann berichtete aus der Geschäftsstelle Müllheim, unter anderem informierte er über eine Petition für den Flächenschutz, sowie über Subventionen und erneuerbare Energien und er gab interessante Informationen zu Steuern und Rechtlichem bei der Hofübergabe. Derzeit hat der BLHV Kreisverband 145 Mitglieder. Die Landwirte stellten Josha Frey Fragen zur Räum- und Streupflicht im Außenbereich und zur Schülerbeförderung im ländlichen Raum. Sie wollen, dass die Schülerbeförderung auch im Außenbereich aufrecht erhalten bleibe, dies klappe in vielen Gemeinden im Landkreis schon nicht mehr. Josha Frey versprach, sich darum zu kümmern. Auch über DSL im ländlichen Raum und über das Biosphärengebiet wurde diskutiert. Gerhard Riesterer vom Fachbereich Landwirtschaft im Landratsamt warb für den Landwirtschaftserhaltungsverband, der im März gegründet werden soll.
Autor: vwe
