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17. Februar 2017 08:31 Uhr

Zusammenfassung

Lörrach bezahlt die Erschließung des Zentralklinikums und sucht neue Gewerbeflächen als Ersatz

Die Verkehrserschließung des Zentralklinikums, neue Gewerbeflächen als Ersatz, der Standort des Museumsdepots und nicht zuletzt der Kaffeebecher – das waren die Themen im Lörracher Gemeinderat am Donnerstagabend.

  1. Gut erreichbar und planungsrechtlich schon auf der sicheren Seite: OB Jörg Lutz sieht Lörrach als natürlichen Klinikstandort. Foto: -

  2. Als Ersatz für das Entenbad soll aus der Hugenmatt das Gewerbegebiet Brombach-Ost werden. Foto: Martin Pfefferle

  3. Die Freien Wähler sehen die Atelierhäuser im Aichelepark als möglichen Standort für ein Museumsdepot. Foto: Barbara Ruda

  4. Vorerst gibt es in Lörrach noch keine Alternative zum Mehrwegbecher. Foto: dpa

Stadt zahlt für Erschließung des Klinikgeländes

Einstimmig ist der Lörracher Gemeinderat dafür, die 2,2 Millionen Euro teure Verlegung der Landstraße im Bereich des vorgeschlagenen Klinikgeländes aus der Stadtkasse zu bezahlen. Außerdem verpflichtet sich Lörrach, auf eigene Kosten einen Pendelbus zwischen dem S-Bahn-Halt Brombach und der neuen Klinik einzurichten, falls bis zu deren Fertigstellung noch keine eigene S-Bahn-Station gebaut sein wird. Dieser Bus würde pro Jahr 250 000 Euro kosten. Diese Zusagen waren zwar schon im ursprünglichen Angebot der Stadt enthalten. Im Rahmen des Verfahrens sei dies aber hinterfragt worden. Deshalb reicht die Stadt Lörrach nun formale Beschlüsse nach.

Hugenmatt wird Gewerbegebiet

Die Hugenmatt wird Gewerbegebiet und dient somit als Ersatz für das bereits fertig geplante Gebiet Entenbad-Ost, das die Stadt für den Klinikneubau zur Verfügung stellt. Nach der Bündelung der Fußballplätze im Grütt sollte die Hugenmatt ursprünglich als Wohnbaufläche vermarktet werden. Doch das Gelände hat sich dafür als eher ungeeignet erwiesen. Die Gründe: Zu schattig und wegen der Straßen, der Bahn und des Flusskraftwerks zu laut. Nun wird neu geplant. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, dort unter dem neuen Namen Brombach-Ost die dringend benötigte Gewerbefläche zu schaffen. Dabei soll es auch bleiben, selbst wenn Lörrach nicht als Klinikstandort in Frage käme.

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Entscheidung über Museumsdepot vertagt

Die Entscheidung über den Standort eines Museumsdepots wurde vertagt. Somit bleibt offen, ob das Lager für die Sammlung des Dreiländermuseums in den Aichelepark kommt, wie ursprünglich einmal von allen vier Gemeinderatsfraktionen gefordert, oder ob es in der Hugenmatt im künftigen Gewerbegebiet Brombach-Ost gebaut wird, wie es die Verwaltung aus Gründen der Zweckmäßigkeit vorschlägt. Auf Antrag der Freien Wähler wurde das Thema in den April verschoben. Bis dahin soll die Verwaltung auch klären, ob und unter welchen Bedingungen ein Museumsdepot an die Stelle im Aichelepark gebaut werden könnte, wo jetzt noch Künstlerateliers stehen. Die Zeile mit den Ateliers gehört derzeit noch dem Bund und sie steht ebenso wie das Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Andere Standorte für das Museumsdepot im Park wären entlang der Bahn.

Das Depot braucht eine Nutzfläche von 1500 Quadratmetern. Weil das jetzige Depot aus feuerpolizeilichen Gründen nicht zugänglich ist, drängt die Zeit. Die Bürgerstiftung würde das Gebäude hauptsächlich mit den Mitteln des Museumsfonds errichten und dann an die Stadt vermieten. Neben der reinen Standortfrage geht es auch um das Konzept. Vor allem die Freien Wähler wollen eine Art Schaudepot als trinationales Leuchtturmprojekt. Dies hält auch die Verwaltung im Prinzip für eine gute Idee. Allerdings halten der Oberbürgermeister und die Fachbereichsleiter für Kultur und Finanzen ein solches Projekt derzeit für nicht finanzierbar.

Kompromiss beim Kaffeebecher

Noch keine endgültige Entscheidung ist in Sachen Mehrwegkaffeebecher gefallen. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, zuerst Erfahrungsberichte anderer Kommunen einholen und für Lörrach passende Lösungen zu suchen. Dies soll in Zusammenarbeit mit bürgerschaftlichen Gruppen und Händlern erfolgen. Dann soll geprüft werden, ob personelle und finanzielle Ressourcen dafür bereitgestellt werden sollen. OB Jörg Lutz signalisierte, im Rahmen der Haushaltsplanberatungen darüber reden zu können.

Autor: dam, tm