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21. September 2009

Lörrachs Stunde im Radio

Das Deutschlandradio sendete in der Reihe "Deutschlandrundfahrt" aus dem Museum am Burghof

  1. Moderatorin Miriam Rossius im Gespräch mit Bürgermeisterin Marion Dammann. Danach ging es live auf Sendung. Foto: Barbara Ruda

LÖRRACH. In seiner Sendereihe "Deutschlandrundfahrt" porträtierte das Deutschlandradio Kultur Lörrach am Samstag live aus dem Museum am Burghof als trinationale badische Stadt, die durch seine Lage einen Katzensprung von der Schweiz und Frankreich entfernt in jeder Hinsicht multikulturell und historisch mitgeprägt wurde.

Dass heute die Grenze vor allem dazu da ist, sie zu überspringen, wie Gastgeber und Museumsleiter Markus Moehring im Gespräch mit Moderatorin Miriam Rossius feststellte, wurde in allen Livegesprächen des Nachmittags thematisiert und unter dem jeweiligen Aspekt beleuchtet. Im Alltag der Menschen spiele die Grenze zur Schweiz, auch wenn sie EU-Außengrenze ist, keine Rolle, hieß es schon in der Anmoderation. Und: "Im Normalfall reduziert sie sich auf eine Ansage in der Regionalbahn". Dann wurde für die Radiohörer im ganzen Bundesgebiet die Lautsprecheransage eingespielt, die ertönt, wenn die Regio-S-Bahn in den Bahnhof Basel SBB einfährt.

Den zahlreichen interessierten Lörrachern im Hebelsaal, aus der die Sendung zwischen 15.05 und 16 Uhr live übertragen wurde, war sie natürlich wohlbekannt. Sie lauschten vom Sitz aus den Interviews auf der Bühne und der Musik von Anne Ehmke & The Curious oder bewegten sich ungezwungen zum kleinen Büffet, an dem der Sender Kaffee und Kuchen kredenzte. Dass die "Deutschlandrundfahrt" eine Livesendung ist, sollte man nämlich ruhig hören. Nur am Technikpult hinter den Stuhlreihen und an den knöchernen schwarzen Fingern der Lautsprecher daneben, die von hohen Stativen aus in den Saal griffen, war überhaupt zu merken, dass jeder Ton von hier aus "on air" ging. Der Applaus kam nicht vom Band, sondern wurde vom Publikum spontan und kräftig gespendet.

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Als Gäste eingeladen hatte Redakteur Claus Bredel die neue Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, Astrid Loquai, Wirtschaftsförderin Diana Stöcker und Tochter Juna, die das grenzüberschreitende Schülerforschungsnetzwerk "phaenovum" vorstellte, Akteure des Theaters Tempus fugit mit Theaterleiterin Karin Maßen, die Gustav Struves Aufruf zur Revolution nachspielten, sowie Hauptmann Daniel Bürki vom Grenzwachkommando in Basel und Zolloberinspektor Lorenz Schönfelder vom Hauptzollamt Lörrach. Die Sorgen der Moderatorin um einen Kollegen, der drei Kilo Schokolade aus der Schweiz über die Grenze gebracht hatte, konnten sie zerstreuen. "Ist das schon eine kleine Sünde?", so die Frage. "Für seine Figur vielleicht", die schlagfertige Antwort. Das Quizrätsel löste Manfred Bartsch aus Gießen am schnellsten. Er beantwortete am Telefon die Frage: "Worin gipfelte die badische Revolution in Lörrach und an welchem Tag war das" richtig. Es ging um die Ausrufung der Republik durch Gustav Struve am 21. September 1848.

Als Anreiz, schnell in die Wirtschafts-, Wohn-, Kultur- und Einkaufsstadt Lörrach zurückzukommen, hatte Bürgermeisterin Marion Dammann den Radiomachern vor der Live-Sendung eine Stimmen-CD mitgebracht. Mit Interesse verfolgte sie mit vielen anderen, wie das Team vom Deutschlandradio Kultur über sich und den Schwestersender Deutschlandfunk informierte. Beide verstehen sich als Schaufenster, in dem sich das weite Panorama der Kulturszene aller Bundesländer entfaltet.

Autor: Barbara Ruda