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20. Oktober 2014

Landesligaderby im Grütt

MARKTGEFLÜSTER: Der Fußball lockt wieder

Man kann an einem so herrlich-sonnigen Herbstsonntag vieles unternehmen – und alles hat sein Gutes. Die einen nutzen den Tag vor dem angekündigten Wetterumschwung für eine Wanderung, andere für einen Stadt- und Schaufensterbummel am Sonntagnachmittag nebst Cafébesuch. Die 2000, die ins Sportzentrum im Grüttpark pilgerten, um das Landesliga-Derby zwischen dem FV Lörrach-Brombach und dem SV Weil zu sehen, hatten eine gute Wahl getroffen. Sie erlebten bei besten äußeren Bedingungen ein höchst unterhaltsames, nie langweiliges und mit vier sehenswerten Treffern garnierstes Unentschieden zwischen den beiden fußballerischen Aushängeschildern der Nachbarstädte Lörrach und Weil am Rhein. Dessen Details werden auf der Seite "Sport in der Region" beleuchtet, etwa, dass die Gastgeber sich, am gesamten Spielverlauf bewertet, über einen gewonnen Punkt freuen konnten. Dabei hatte es lange nach dem "richtigen Ergebnis", so FVLB-Vize Berndt Schleith, ausgesehen, denn sein Verein führte mit 2:1. Ihre Freude und unterschiedliche Anteilnahme hatten bei dem Spiel auch MdB Armin Schuster (für Weil), MdL Ulrich Lusche (für Lörrach-Brombach) und Oberbürgermeister Jörg Lutz. Der sagt schon ganz selbstverständlich "wir" und meint damit die Lörracher. Die Stimmung auf den Stehrängen stimmte, die Kulisse auch. Fast, jedenfalls aus FVLB-Sicht. Da überragte nämlich die Vereins- und Sanitärtraktbaustelle noch die sonnenbeschienene Szene. Eigentlich hatten sie sich beim FVLB gewünscht, dass zu diesem Derby das neue Vereinsheim genutzt werden kann. Daraus wurde nichts, der neue Kunstrasenplatz davor wird vorher fertig. Jetzt macht’s aber auch nichts mehr. Anderswo gibt es schöne Anlagen und es wird sportlich wenig geboten. Hier ist es glücklicherweise umgekehrt: Der fußballerische Inhalt lässt sich sehen und das Vereinsheim nicht mehr allzu lange auf sich warten. Die 2000 kamen wegen des Fußballs. Es ist lange, sehr lange her, dass lokale Mannschaften eine solche Anziehungskraft entfaltet haben. Und das ist doch was.

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Autor: Nikolaus Trenz