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09. Februar 2012

Die drei Musketiere

MARKTGEFLÜSTER: Traumrolle für Ortsvorsteher

Die Fasnacht erlaubt es groß und klein, in Rollen zu schlüpfen, die einem sonst im Leben versagt bleiben. Aus Kindern werden Cowboys und Prinzessinnen, aus Größeren werden Scheichs und Zigeunerinnen, aus Ortsvorstehern werden Musketiere. Die Drei aus den Stadtteilen fanden darin für einmal ihre Traumrollen und traten auf – gestern Abend in der Alten Halle in Haagen, vor Beginn des Lörracher Zunftabends. "Die drei unzertrennlichen Ortsvorsteher" (Lutz Schmiedlin, Brombach; Wolfgang Krämer, Haagen; Günther Schlecht, Hauingen) würden sich als "draufgängerische, Säbel schwingende drei Musketiere" präsentieren, ließen sie schon vorher via Pressemitteilung wissen. Wie sie darauf gekommen sind? Nun, einer muss ihn wieder mal geträumt haben, den Traum von der Selbstständigkeit, vom Austritt aus dem Stadtverbund und dem Auswechseln des Türschildes an seinem Rathausbüro, wo dann statt Ortsvorsteher Bürgermeister steht. Wir vermuten, dass der Günther vu Hauge nach der Holzversteigerung hinterm Rechberg solche Bilder in sich aufsteigen sah. Da er sich aber gleich drei abtrünnige Dörfer wünschte, waren Asterix, Obelix und Miraculix keine passenden Rollen. Nun kämpfen, infiziert mit dem süßen Gift der Rebellion , die drei Musketiere, vulgo Ortsvorsteherlein, gegen die Obrigkeit respektive die, die sie dafür halten. Es geht, versteht sich, um ganz Großes: Freiheit, Gerechtigkeit und Autonomie für die Ortsteile und "gegen eine weitere Gudrunisierung der drei Ortsteile". Quelle surprise! Tusch, Narhallamarsch.

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Autor: ktz