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04. Mai 2011
Medaillen in Moskau
"phaenovum"-Schüler beim Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler vor kritischen Juroren.
LÖRRACH (BZ). Zweimal Silber und einmal Bronze errang das Trio vom Schülerforschungszentrum "phaenovum" Lörrach bei der 18. internationalen Konferenz Junger Wissenschaftler (International Conference for Young Scientists, ICYS) in Moskau. Die drei aus Lörrach zum deutschen Team.
Das Kepler-Seminar Stuttgart schickte vier, das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg Bad Saulgau sowie das "phaenovum" je drei Teilnehmer. Für die Wissenschaftskonferenz schlossen sich die Förderzentren zu den "Student Research Centers Baden-Württemberg" (Schülerforschungszentren Baden-Württemberg) zusammen und holten drei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen.In dem fünftägigen Wettbewerb präsentierten die 15- bis 19-Jährigen ihre Projekte in einem Vortrag und stellten sich einer fachlichen Diskussion – beides in englischer Sprache. Eine international besetzte Jury bewertete die Arbeiten nach Originalität des Themas, inhaltlicher Qualität und Expertise des Vortragenden sowie Rhetorik. Insgesamt nahmen 160 Schüler aus 16 Ländern an der von der Moscow State University organisierten Konferenz teil. 1994 von einer ungarischen Physikerin und einem weißrussischen Physiker gegründet, soll sie die Schüler mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut machen, aber auch Freundschaften ermöglichen und einen Einblick in fremde Kulturen geben.
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"Ökonomische und ökologische Prävention von Phytophtera infestans" so lautete der Vortrag von Yannik Schneider ("phaenovum"). Phytophtera infestans, ein Pilz, den jeder Hobbygärtner von seinen Tomatenpflanzen kennt, führt in der Landwirtschaft zu großen ökonomischen Schäden und erfordert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Yannick Schneider, der im Fachbereich "life sciences" am "phaenovum" aktiv ist, stellte in Moskau zwei umweltschonende und kostengünstige Möglichkeiten vor, diesen Pilz zu bekämpfen: Allicin, ein Wirkstoff aus dem Knoblauch und Bacillus subtilis, ein Bodenbakterium. Er erhielt im Bereich "life sciences" eine Silbermedaille.
Kann man mit Klebebändern röntgen? Russische Wissenschaftler haben bereits vor 50 Jahren, nachdem sie ein blaues Leuchten beim Abrollen eines Klebebands beobachteten, einen Zusammenhang vorhergesagt. Wird nun das Abrollen eines Klebebands im Vakuum durchgeführt, so können damit tatsächlich Röntgenbilder erstellt werden. Susanne Beitinger aus dem "phaenovum"-Fachbereich Physik präsentierte dies vor der internationalen Jury (Bereich "experimental physics") so überzeugend, dass sie ebenfalls eine Silbermedaille erhielt.
Carolin Lachner, Landessiegerin bei Jugend forscht 2011, zeigte auch in Moskau ihre Art, Brücken zu bauen. Mit Hilfe einer Hochspannungsquelle, zwei Gläsern mit destilliertem Wasser und zwei Platinelektroden lassen sich mit Carolins Methode bis zu drei Zentimeter lange Brücken aus Wasser bauen. Belohnt wurde ihr Vortrag im Bereich "experimental physics" mit einer Bronzemedaille.
Autor: bz
