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21. Juni 2011

Modell ermöglicht einen Gang durchs Innerste

BZ-SERIE GESUND IN LÖRRACH: "Faszination Darm".

  1. Das Innenleben des Darms im Modell Foto: felix burda stiftung

LÖRRACH (rud). Ein Höhepunkt der Messe "Gesunde Zeiten" am 25. und 26. Juni im Burghof ist gewiss das 20 Meter lange Darmmodell "Faszination Darm", das die Kliniken  des Landkreises nach Lörrach holen und fachlich betreuen. Es ist begehbar und wird im Außenbereich aufgestellt. Auch im Vortragsprogramm wird das Thema "Darmerkrankungen erkennen und behandeln" aufgegriffen.

Seit die Felix Burda Stiftung im Jahr 2001 begonnen hat, sich mit großen öffentlichen Kampagnen und Plakataktionen mit Promis für die Darmkrebsvorsorge stark zu machen, werden immer mehr Menschen für dieses Thema sensibilisiert. Seitdem hat sich die Zahl der aufgedeckten Fälle zwar erhöht, dafür ging aber die Anzahl der Todesfälle zurück. 20 000 zusätzliche Fälle wurden etwa im Jahr 2007  gefunden, davon aber zwei Drittel in einem frühen Stadium, in dem die Heilungschance viel höher ist. Wenn Polypen, Adenome oder frühe Krebsvorstufen frühzeitig entfernt werden, bewahre das Patienten davor, an dieser Stelle Krebs zu bekommen, erläutert Aria Marc Keck. Manche könnten schon  während der Koloskopie entfernt werden.  "Die Darmspiegelung ist also eine der wenigen Untersuchungen, bei der man vorbeugend etwas entfernen kann. Sie nutzt also für das Überleben", weiß der Oberarzt im Bereich der Inneren Medizin im Kreiskrankenhaus Lörrach. Weiter  weist er darauf hin, dass auch jemand, der fit und gesund wirkt, an Darmkrebs erkrankt sein könne.  In den meisten Fällen sei die Krankheit schon fortgeschritten, wenn sich Symptome zeigen. Deshalb sei die Vorsorge in diesem Bereich besonders wichtig.

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Empfohlen werde eine Darmspiegelung ab 50 bis 55 Jahre, das ändere sich allerdings für  jemanden mit  Angehörigen, die  in jungen Jahren ein Adenom hatten. Dann sollte man zehn Jahre, bevor die gutartige Geschwulst bei  der oder dem  Verwandten  aufgetreten ist, zur Vorsorge gehen.  Das Risiko, dass und wie schnell so ein Adenom wiederkommt,  könne der Pathologe bei der Untersuchung feststellen. Diesem Ergebnis entsprechend werde auch der zeitliche Abstand zur nächsten Darmspiegelung festgelegt. "Das Darmmodell", so Aria Marc Keck, "soll dies alles plastisch begreifbar machen."

Sonntag, 26. Juni: "Wie schütze ich mich vor Krebs?", Reiner Haag,  "Krebsvorsorgeuntersuchungen", Christoph Steinborn, 13.30 Uhr; "Ich habe Dickdarmdivertikel, was nun?", Christian T. Hamel, 14 Uhr

Autor: rud