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08. Oktober 2010

Musik für alle – mit Spaßfaktor

Offene Musikwerkstatt bei der Kaltenbach-Stiftung.

LÖRRACH"Musik hat es in unserem Hause schon immer gegeben." So Joachim Sproß, Geschäftsführer der Kaltenbach-Stiftung zum neuen Projekt der Musikwerkstatt, die es seit August im Zentrum für Spielen und Gestalten immer am Mittwochnachmittag zwischen 15 und 16.30 Uhr gibt.

Neben dem Orchester und den Rap-Gruppen gibt es nun die offene Musikwerkstatt. Ihr liegt, wie in den übrigen Angeboten der Kaltenbach-Stiftung, die Leitidee vom Selbermachen, vom Selbstgestalten zu Grunde. So sei die Musikwerkstatt ein Angebot, das sich in erster Linie an die Kinder von sechs bis vierzehn Jahren richtet, die mit Musik bisher nicht in Berührung kamen – allenfalls in der Schule, was mit Noten und lernen verbunden sei, oder eben ganz fremd, wenn von morgens bis abends das Radio dudelt, wie Beatrice Kaltenbach-Holzmann erklärt. Die Kinder sollen hier einen persönlichen Bezug finden.

Mit Konrad Dycke und Michael Janz, fanden sich auch zwei Musiker. Wobei Michael Janz, der zwei Stunden die Woche hier arbeitet, sagt, es hätte nicht viel gebraucht, um ihn zu gewinnen, denn das Projekt sei überzeugend. Die Kinder fanden auch den Sänger überzeugend, es gibt schon einen Song der Kaltenbach-Kids, selbst geschrieben und selbst getextet, oder besser, mitgeschrieben und mitgetextet, von den Kindern. Selbst ein Video haben sie schon gedreht. "Ich kenne keinen Menschen, der Musik nicht mag", was für ihn ein Grund gewesen sei, mitzumachen, so Michael Janz. "Jeder Mensch kann musizieren, so wie sich jeder Mensch bewegen kann." Diese Gabe zu fördern, betont niederschwellig zu fördern, darin sehen sowohl Beatrice Kaltenbach-Holzmann als auch Joachim Sproß die Aufgabe der Musikwerkstatt. Das Angebot ist breit, es reicht von der Pop-Musik bis zur Klassik. Vom Selbstmachen bis zum Hören, wobei Multi-Instrumentalist Konrad Dycke, der 32 Stunden hier arbeitet, den Kindern das differenzierte Hören näherbringen will, aber auch die Musik anderer Epochen. Geschichten von Komponisten gehören ebenso dazu, wie fremde Instrumente, von denen die Kinder noch nie etwas mitbekommen haben. Wer durch das Erleben der Musik hier ein Ziel vor Augen bekommt, der wird lernen müssen, dafür auch zu arbeiten, so Beatrice Kaltenbach-Holzmann.

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90 Prozent der Kosten der Musikwerkstatt, wurden von der MBF-Stiftung aus Liechtenstein finaziert, das Polster reicht für zwei bis drei Jahre, meint Joachum Sproß, was dann kommt wird sich zeigen.

Autor: Martina David-Wenk