Offener Treff und Cliquenraum

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Fr, 13. April 2018

Lörrach

Bericht des Jugendtreffs im Ortschaftsrat Haagen / Junge Geflüchtete unter den Besuchern.

LÖRRACH-HAAGEN (tm). Offener Treff, Cliquenraum und individuelle Beratungen: Mit dem Jugendraum in Haagen verfolgen die Verantwortlichen von der Dieter-Kaltenbach-Stiftung ein Mischkonzept. Zudem suchen die Sozialarbeiter Jugendliche dort auf, wo sie sich treffen.

Den Jugendtreff in Haagen gibt es seit etwa acht Jahren. Nachdem man die Hauptschule in Haagen aufgelöst hatte, wurde auch die Resonanz im Jugendraum geringer. Noch immer sind es aber 30 bis 40 Jugendliche, die den Raum nutzen, erklärte Jan Funke, der bei der Kaltenbach-Stiftung für die Jugendarbeit verantwortlich ist, im Ortschaftsrat. Pro Abend kommen im Schnitt zehn Jugendliche, wobei es auch mal 30 oder nur drei sein können, berichtete Patric Waldhecker, der den Raum betreut. Die meisten Besucher sind männlich. Statt früher an zwei ist nur noch an einem, dem Montagabend für alle geöffnet. Zu anderen Zeiten nutzen einzelne Cliquen den Raum. Die Jugendlichen besuchen auch die Treffs in Hauingen, Brombach und Tumringen, darum gibt es auch übergreifende Angebote.

"In Haagen haben wir einen Schwerpunkt mit jungen Geflüchteten, was wir für wichtig halten für die Integration, und weil diese oft eine besondere individuelle Unterstützung brauchen", berichtete Jan Funke. Mit der kommenden Anschlussunterbringung in Haagen sieht er noch einiges Potential für den Jugendtreff. Die Stiftung bezieht die mobile Jugendarbeit mit ein und schaut, wo sich Jugendliche treffen. "Wir wollen die Arbeit flexibler gestalten, weil auch die Jugendlichen flexibler sind", sagt Funke. Spricht man Jugendliche auf der Straße an, ergeben sich oft auch tiefergehende Gespräche.

Eine Zeitlang trafen sich Jugendliche auf dem Dach der Schlossberghalle. Das werde künftig schwieriger, weil bei der Dachsanierung die Schieferdeckung gegen Blech ausgetauscht wird, so dass man schlechter hoch kommt, erklärte Ortsvorsteher Horst Simon.

Die Ortschaftsräte sahen die Jugendarbeit positiv. Ulrike Krämer bat darum, sich um Jugendliche aus der Anschlussunterbringung zu kümmern, und sah im Neubaugebiet Belist weiteres Potential.