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26. Februar 2010
"phaenovum" zieht an
Delegation aus dem Saarland.
LÖRRACH. Wie man Kinder und Jugendliche für Technik begeistert, wissen die Beteiligten am Schülerforschungszentrum "phaenovum". Das Projekt ist so erfolgreich, dass es zu einem trinationalen Schülernetzwerk ausgebaut wird. Der Erfolg sprach sich herum, so dass eine Delegation aus dem Saarland sich über das Projekt informierte.
Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich plant in der Kreisstadt Merzig an der Saar ein ähnliches Schülerforschungszentrum, wie es das schon in Lörrach gibt. Das Zentrum soll in ein Berufsbildungszentrum (BBZ) in Merzig integriert werden. Es wäre das erste seiner Art im Saarland. Um sich eine Vorstellung zu machen, wie so ein Forschungszentrum funktioniert, aufgebaut und finanziert wird, machte sich die Saarländer auf den Weg nach Lörrach. "Wir recherchierten über Schülerforschungszentren in der ganzen Bundesrepublik und wollten das "phaenovum" in Lörrach näher kennenlernen", sagte die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich gestern Nachmittag.
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Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm und Daniela Stöcker, Projektleiterin des EU-Interreg-Projekts "phaenovum" empfingen die Delegation in Lörrach. Den Grundstein für das Schülerforschungszentrum legte der mittlerweile pensionierte Physiklehrer Bernd Kretschmer. Am Lörracher Hans-Thoma Gymnasium leitete er 30 Jahre lang eine Physik Arbeitsgemeinschaft, die er zu internationalen Erfolgen führte. Seit März 2008 gibt es nun in einem von der Stadt für rund 120 000 Euro renovierten Gebäude auf dem Schulcampus Rosenfels den Fachbereich Physik/Nanosciences. In dem Schülerforschungszentrum können Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Experten experimentieren.
Das Land Baden-Württemberg trägt dabei die Kosten für die Lehrstunden, die Stadt Lörrach stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und regionale Unternehmen übernehmen durch Patenschaften in Höhe von 2500 Euro die Betriebskosten. Stiftungs- und Spendenmittel finanzieren die wissenschaftliche Ausstattung.
Bis Februar 2012 soll das "phaenovum" zu einem trinationalen Schülerforschungsnetzwerk ausgebaut werden. Ziel ist es, die Zweisprachigkeit sowie die interkultrurelle Kommunikation zu fördern. Die EU bewilligte jüngst einen Zuschussantrag über 1,06 Millionen Euro. Den Eigenanteil in gleicher Höhe finanzieren neben der Stadt Lörrach, dem Regierungspräsidium Freiburg sowie den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land, Hochschulen, Schulen und Kindergärten aus dem Dreiland. Die Stadt Lörrach unterstützt mit fast 600 000 Euro das Projekt. Der Neubau an der Kreuzstraße soll im Herbst dieses Jahres bezogen werden. Dann sind alle Bereiche des "phaenovums" unter einem Dach.
Die Delegation aus dem Saarland war beeindruckt von dem Erfolg, den das Projekt "phaenovum" bisher erreicht hat.
Autor: bz
