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07. Juli 2009
Prominenz beim Phaenovum
Regierungspräsident übergibt Förderbescheid / Landtagsabgeordneter zu Gast
LÖRRACH. Das Schülerforschungszentrum Phaenovum erhielt gestern viel Lob und Anerkennung von der politischen Prominenz. Regierungspräsident Julian Würtenberger überbrachte persönlich die schriftliche Zusage der Interreg-Förderung und der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger informierte sich vor Ort über das Projekt.
Mit einer Förderung von 1 063 700 Euro aus dem Interreg-IV-Programm der EU können die drei Fachbereiche des Schülerforschungszentrums zusammengeführt und das interdisziplinäre Forschen und Experimentieren für Kinder und Jugendliche auf trinationaler Ebene ermöglicht werden. In seiner Funktion als Vorsitzender des Begleitausschusses Interreg IV Oberrhein überbrachte Würtenberger die schriftliche Zusage über die Förderung persönlich. Als Grund nannte er die herausragende Bedeutung des Projekts für die Trinationale Metropolregion Oberrhein. "Das ist eines der schönen Projekte, wo man sieht, wie alle drei Partner, Deutschland, Schweiz und Frankreich, etwas von der gemeinsamen Idee haben", lobte Julian Würtenberger das Phaenovum. Es schaffe die Voraussetzung für Innovation und Qualifizierung. "Das ist eines der Top Ten der Schaufensterprojekte in der Metropolregion Oberrhein", betonte er.
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Zweitens wollte er mit seinem Besuch zeigen, dass sich die EU erheblich für diesen Raum engagiert. Mit insgesamt 67 Millionen Euro Fördergeldern aus dem Interreg-IV-Programm plus Beteiligung der Schweiz werden für rund 150 Millionen Euro Investitionen in Zukunftsprojekte am Oberrhein ausgelöst. Bei einem Projekt wie dem Phaenovum lobte Würtenberger die Effizienz, da für drei Länder nur einmal die Infrastruktur benötigt wird, und die Effektivität, weil Partner aus drei Ländern zusammenarbeiten und dabei auch ihre interkulturelle Kompetenz steigern. "Das Schülerforschungszentrum Lörrach steht im positiven Blickfeld von Brüssel, und das ist eine Riesenchance, auch weiterhin gefördert zu werden", sagte er.
Am Vormittag führte Physiklehrer Hermann Klein den Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger durch das Phaenovum. Dank des Engagements der Stadt und der Sparkassenstiftung und mit Lehrerstunden, die das Land bezahlt, entstand ein Forschungslabor, wie es in Baden-Württemberg nur ein weiteres gibt, nämlich in Bad Saulgau. Im Phaenovum beschäftigen sich die Schüler mit wissenschaftlichen Experimenten, etwa mit der Frage, auf welche Weise sich unter Wasser Sanddünen bilden, wie Geysire wirken, wie Zahnpasta die Zähne abnutzt oder mit der Entwicklung eines künstlichen Muskels. Stickelberger lobte den Modellcharakter für das Land und dass hier Interesse für Naturwissenschaft und Technik geweckt werde, was auch wirtschaftspolitisch wichtig sei.
Die Standortsicherung sei auch ein Grund, weshalb sich Wirtschaftsunternehmen aus der Region mit Schülerpatenschaften von 2500 Euro pro Jahr und Platz engagieren.
Autor: Thomas Loisl Mink


