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09. Dezember 2008 15:40 Uhr

Schwul-lesbische Gruppe hat Pläne

Rainbow-Stars bei der Fasnacht dabei

Die schwul-lesbische Gruppe Rainbow-Stars hat auch nächstes Jahr eine Menge vor. Sie wird wieder an der Fasnacht teilnehmen, und am 18. April soll der Christopher Street Day mit einer kleinen Parade in Lörrach begangen werden

Von unserem Mitarbeiter

Thomas Loisl Mink

LÖRRACH. "Wir wollen uns mehr in der Öffentlichkeit zeigen", stellt der stellvertretende Vorsitzende Jonny Schuler fest. Dazu hat die schwul-lesbische Gruppe, die dieser Tage ihr achtjähriges Bestehen feiert, dieses Jahr schon einiges unternommen. Höhepunkte waren die erste Teilnahme an der Lörracher Fasnacht, die viel positive Resonanz erbrachte, und der Schwul-lesbische Markt am 24. Mai. Auch kommendes Jahr werden die Rainbow Stars wieder bei der Fasnacht mitmachen. Dieses Jahr nahm eine kleine Gruppe, gekleidet in den Farben des Regenbogens, dem Zeichen der Schwulen und Lesben, am Umzug teil. Die Gratwanderung, zwar herauszustechen, aber doch nicht übermäßig aufzufallen, sei dabei gut gelungen. Statt Süßigkeiten verteilten sie Kondome, gesponsert vom Landratsamt und der Aids-Hilfe Freiburg, die sie nicht auswarfen, sondern gezielt Zuschauern, vor allem Jugendlichen, in die Hand drückten.

Aus den Reihen der Zuschauer, aber auch von den Fasnachtscliquen gab es viel Zustimmung auf die Fasnachtsteilnahme der Rainbow Stars, bilamzierte die Gruppe nun. Deshalb werden sie auch bei der kommenden Fasnacht beim Umzug wieder dabei sein. Eine Absage gab es auch dieses Jahr aus Weil am Rhein, und auch in Hauingen dürfen die Schwulen und Lesben nicht beim Fasnachtsumzug dabei sein. Dafür sind Jonny Schuler und die Vorsitzende Sonja Summ ganz stolz, dass Bad Krozingen Interesse angemeldet hat, dass die Lörracher Rainbow Stars am dortigen Umzug teilnehmen.

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Ein größeres Event wird voraussichtlich der Christopher Street Day werden, der als internationaler Demonstrationstag auf die Rechte der Lesben und Schwulen aufmerksam machen soll. Am 18. April soll er erstmals in Lörrach begangen werden als Demonstrationszug durch die Stadt. Der Wunsch der Rainbow Stars ist es jedoch, dass eine kleine Parade, vielleicht mit zwei Lastwagen und einigen Fußgruppen, zustande käme. Grußworte von Klaus Wowereit und Guido Westerwelle haben die Rainbow Stars bereits vorliegen. Für das Programm wurden auch einige Künstler angefragt, etwa Lilo Wanders. "Wir planen sehr viel", verrät Schuler.

Weiterhin haben die Rainbow Stars mittlerweile eine U-18-Gruppe gegründet, die informierend und unterstützend tätig sein will. "Denn jeder siebte homosexuelle Schüler ist suizidgefährdet", berichtet Schuler. Auch auf der Regio-Messe wollen die Rainbow Stars nächstes Jahr wieder unter dem Dach des Stadtjugendrings präsent sein, und die Vernetzung mit anderen Gruppen vorangetrieben.

Autor: tm