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18. November 2011
Religionen für ein friedliches Miteinander
Abschluss der Friedensdekade mit interreligiösem Gebetsweg.
LÖRRACH (ktz). Zum vierten Mal wurde die ökumenische Friedensdekade in Lörrach am Mittwoch mit dem interreligiösen Gebetsweg in der Innenstadt abgeschlossen. Im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach (Synagoge), in der evangelischen Stadt- und der katholischen St. Bonifatiuskirche sowie in der Ditib-Moschee beteten Vertreter der jeweiligen Religion für den Frieden. Zwischen 60 und 80 Menschen nahmen an dem Gebetsweg teil, den die Gruppe Abraham veranstaltet hat. Sie pflegt in Lörrach das interreligiöse Miteinander. Veranstalter der ökumenischen Friedensdekade, die diesmal unter dem Motto "Gier, Macht, Krieg" stand, ist die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Lörrach.
"Wir wollen die Unterschiede nicht verwischen", sagte Pfarrer Michael Hoffmann, der die Gruppe Abraham leitet, in der Stadtkirche. Es gehe um Verständnis untereinander. Zuvor am Beginn des Gebetsweges für den Frieden hatte Rabbiner Moshe Flomenmann in der jüdischen Gemeinde betont, dass die Religionen in der Stadt ihren Beitrag zum friedlichen Miteinander leisten sollten. So sang der Chor der Gemeinde zu Schalom (Friede) Lieder, die auch Gebete sind. In der Stadtkirche sagte Hoffmann vor dem Gebet, Christen orientierten sich am Leben Jesu und gewännen von daher den Maßstab für eigenes Verhalten und für den Umgang mit anderen. In der Bonifatiuskirche betonte Lutz Köhler (Gruppe Abraham), dass Juden, Christen und Muslime in der Nachfolge Abrahams zum friedlichen Miteinander aufgerufen seien. Das Gebet sprach hier Pastoralreferent Fidelis Sendle, der auch einen Friedenskanon anstimmte.
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Die letzte Station des Weges durch die Innenstadt war in der Ditib-Moschee in der Spitalstraße, die sich freute, so Vorstandsmitglied Timor Demir, dass sie damit auch Gastgeberin für die Begegnung nach dem Friedensgebet war. Zuvor hatte der neue Imam Ensar Uksal aus dem Koran rezitiert, betont, dass Islam Friede bedeute und dass Frieden nicht ohne Gerechtigkeit zu erreichen sei, bevor er ein Gebet sprach, das auch übersetzt wurde.
"Die Friedensdekade ist zu Ende. Die Aufgabe, Frieden zu stiften, bleibt", hatte Michael Hoffmann den Teilnehmern mit auf den Weg gegeben.
Autor: ktz
