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26. Juni 2009
Schüler forschen trinational
Schulen aus St. Louis und den Basler Kantonen steigen ins Forschungszentrum "phaenovum" ein.
LÖRRACH. Gemeinsam mit Partnern aus den Basler Kantonen und dem Elsass bringt die Stadt Lörrach ein trinationales Schülerforschungsnetzwerk auf den Weg. Aufbauend auf auf das Schülerforschungszentrum "phaenovum" sollen für Kinder und Jugendliche von vier bis 19 Jahren Kurse sowie Experimentier- und Forschungsmöglichkeiten geboten werden.
Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Dahinter steht der Gedanke, gut ausgebildete Fachkräfte heranzuziehen, um einem Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts zu leisten. Finanziert wird das rund 2,3 Millionen Euro teure Projekt mit 1,06 Millionen Euro von deutscher, vor allem Lörracher Seite, und ebensoviel aus dem Interreg-IV-Programm der EU. Die Schweiz steuert 166 000 Euro bei. Mit einem Neubau werden die unterschiedlichen Standorte der Fächer Physik / Nanosciences, Biologie / Chemie / Life Sciences und Informationstechnik / Robotik an einem Standort vereint und sollen auch von Schülern aus Frankreich und der Schweiz genutzt werden können. Workshops und Experimentalkurse sollen angeboten werden, die dem Nachwuchs ermöglichen, mit Neugierde und Begeisterung zu forschen. Direkt beteiligt sind das Lycée Jean Mermoz und das Collège George Forlen in Saint-Louis sowie das Bäumlihof-Gymnasium in Riehen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Partnerschaften mit Schulen. Grundsteine für die Forscherneugier sollen bereits im Vorschulalter gelegt werden, weshalb man auch Kindergärten mit ins Boot geholt hat.Werbung
Außerhalb des regulären Unterrichts gibt es naturwissenschaftliche und technische Kurse. Dabei bietet sich für die Schüler auch die Möglichkeit, in interkulturellen Dialog zu treten, für die Lehrer, sich grenzüberschreitend über die Erfahrungen mit den jeweiligen Unterrichtsmodellen auszutauschen.
"Naturwissenschaft und Technik genießen bei jungen Leuten nicht überall große Beliebtheit", bedauert Eric Jakob, Geschäftsführer der Regio Basiliensis. Dem soll in der Region, die zu den wichtigsten Life-Sciences-Standorten gehört, begegnet werden. Für Thomas Wiederkehr, der diesen Bereich bei phaenovum leitet, ist es auch wichtig, den Übergang von der Schule zur Universität zu erleichtern. Aber es geht nicht nur m die Technik. Wenn Schüler aus drei Länder bei einem Projekt zusammenarbeiten, kommen sie intensiver ins Gespräch. "Es geht bei der Zusammenarbeit auch um sprachliche und interkulturelle Kompetenz", betonte Lörrach Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm. Dieses "Nebenprodukt" des gemeinsamen Forschens erhöht auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, stellte Jean-Paul Heider, Vizepräsident des Conseil Régional d' Alsace, fest.
Autor: Thomas Loisl Mink
