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21. Juni 2010

Schulmedizin und Naturheilverfahren als Ergänzung

Podiumsdiskussion über die "Volkskrankheit Rheuma" im Rahmen von "Gesunde Zeiten" und "Science et Cité".

LÖRRACH (BZ). Kaum eine der weit verbreiteten Krankheiten kommt wie Rheuma in so unterschiedlichen Ausprägungen vor. Rheuma zeigt sich in 300 unterschiedlichen Arten – was die Diagnostik häufig erschwert. Von drei unterschiedlichen Seiten beleuchtete gestern bei der Messe "Gesunde Zeiten" eine Podiumsdiskussion in der Reihe "Science et Cité" das Thema "Volkskrankheit Rheuma – Innovative Behandlungsmethoden". Die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung wurden dabei ebenso erörtert wie Naturheilverfahren.

Ulrich Walker, Oberarzt der Rheumatologischen Universitätspoliklinik im Felix-Platter-Spital Basel, gab den etwa 100 Zuhörern zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Krankheitsbilder wie Weichteilrheumatismus, Stoffwechselerkrankungen (Gicht), entzündliche Multisystemerkrankungen oder Arthritis. Walker plädierte in seinem Vortrag für ein frühzeitiges medikamentöses Eingreifen, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Laut Walker stützt sich die medikametöse Therapie auf drei Säulen: Die Entzündungshemmer, Kortison und Basistherapie.

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Wie solche Medikemte in den Entzündungsprozess eingreifen erläuterte Tobias manigold von Roche Immunosafety aus pharmakologischer Sicht.

"Schulmedizin und Naturheilkunde sind keine Gegensätze. Alles was seriös ist, sollte zum Tragen kommen." Mit diesem Ansatz führte Ursel Bühring, die Gründerin der Freiburger Heilpflanzenschule, alternative Methoden als Ergänzung klassischer Medizin in die Diskussion ein. Sowohl Ursel Bühring als auch die beiden anderen Referenten betonten, dass die erste Priorität stets bei der schulmedizinischen Behandlung liegen müsse. Sonst bestehe die Gefahr, den Therapieverlauf zu sehr zu verzögern und damit irreversiblen Erscheinungen wie Knochenfraß Vorschub zu leisten.

Autor: dam