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15. April 2014

Staatssekretärin weiht Fahrradparkhaus ein

Velo-Parkhaus bietet 100 Abstellplätze / Betreuung durch die Fahrradstation Velö / Einweihungsfest am 9. Mai.

  1. Die neue Fahrradhalle an der Bahnhofstraße. Foto: Nikolaus Trenz

LÖRRACH (dam). Neben der Fahrradstation Velö wuchs in den letzten Tagen die neue Fahrradeinstellhalle aus dem Boden. Das neue Velo-Parkhaus ist Teil und letztes Glied der Fahrradstation Velö. Die Halle, die 100 sichere Fahrradabstellplätze bietet und die Verknüpfung der Verkehrsträger Rad und Nahverkehr verbessern soll, ist für den 9. Mai geplant.

Das neue Fahrradparkhaus soll maximal zur Hälfte an Dauermieter vergeben werden. Der Rest wird nach einer Absprache zwischen Stadt und Velö für kürzere Abstellzeiten bis zu einem Monat freigehalten. Tages- und Wochentickets können die Radfahrer an einem Kassenautomaten lösen, die Parkscheine für längeres Parken und für die zehn eigens verschließbaren Fahrradboxen werden von der Fahrradstation verkauft. Die Einstellhalle ist videoüberwacht und sie wird von einer automatischen Tür gesichert. Während der Öffnungszeiten der Fahrradstation ist von dort für einen Notdienst gesorgt, nachts und an Sonntagen springt notfalls der Werkhof ein. Die Einstellhalle verfügt außerdem über Ladestationen für e-Bikes sowie über kostenlose Schließfächer. Bei der Halle befinden sich außerdem noch die Stellplätze für vier Carsharing-Fahrzeuge, wovon zwei Elektroautos sein werden. Der Bau der Anlage wurde im vergangenen Jahr begonnen, es steht ein Budget von 265000 Euro zur Verfügung.

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Die Eröffnung der neuen Einstellhalle wird am 9. Mai gefeiert. Von der Landesregierung kommt Staatssekretärin Gisela Splett, die im Verkehrsministerium für Lärm- und Immissionsschutz sowie für umweltbezogene Auswirkungen des Verkehrs zuständig ist. Tagsüber wird die Eröffnung rund um die Fahrradstation mit der Öffentlichkeit gefeiert.

Im Ausschuss für Umwelt und Technik legte die Verwaltung jüngst die Eckpunkte einer Vereinbarung mit Velö vor. CDU-Stadtrat Escher argwöhnte, die Betreiber der Fahrradstation würden "viel Geld für nichts" bekommen, weil die meiste Arbeit doch am Werkhof hänge. Fachbereichsleiter Jürgen Nef wies dies zurück. Exakte Stundensätze wollte er in der Öffentlichkeit nicht nennen, insgesamt bewege sich die vorläufige Dienstleistungsvereinbarung aber in der Dimension eines 400-Euro-Jobs. Escher war außerdem der Meinung, die Parktarife seien zu billig, während Christiane Cyperrek (SPD) sie als zu teuer einstufte. Gerd Wernthaler (Grüne), der auch Sprecher der IG-Velo-Ortsgruppe ist, ordnete die Preise im Rahmen des Üblichen ein. Mit der Halle sei die Lörracher Fahrradstation nun wirklich eine Fahrradstation – und diese werde vom Radgeschäft follow me im Übrigen "hervorragend" betreut.

Autor: bz