Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Oktober 2012

Stadt Lörrach tritt Energie-Genossenschaft bei

Mitgliedschaft bei Bürgersolar Hochrhein findet Zustimmung bei allen Gemeinderatsfraktionen / Solardach für die Realschule.

LÖRRACH (dam). Die Stadt Lörrach tritt der Genossenschaft Bürgersolar Hochrhein bei, die wiederum eine Solaranlage auf dem Dach der Realschule ins Auge fasst. Die Stadt möchte zunächst Anteile im Wert von 5000 Euro kaufen.

Die Genossenschaft Bürgersolar Hochrhein kommt ursprünglich aus Rheinfelden, wo bereits Anlagen auf dem Dach des Bürgerheims und beim Gemeindezentrum Minseln betrieben werden. Ziel ist eine Ausweitung in die Region. Neun Anlagen sind derzeit schon in Betrieb, zwei weitere sind in konkreter Planung. Die Bürgersolar Hochrhein wird derzeit ehrenamtlich geführt. Die Genossenschaft verfügt über 478 000 Euro Kapital und hat bereits 540 000 Euro investiert.

Die Idee von Bürgersolar Hochrhein deckt sich mit den Zielen der Stadt, die im Rahmen der Klimaoffensive "Lörrach 2050" bis zu diesem Zeitpunkt fast die Hälfte des Strombedarfs aus örtlichen Sonnenkraftwerken beziehen will. Dazu braucht es bürgerschaftliches Engagement und privates Kapital.

Im Gemeinderat rannte die Rheinfelder Genossenschaft deshalb offene Türen ein. Es sei wichtig, ein Zeichen zu setzen, meinte Ulrich Lusche (CDU). Horst Simon (SPD) sagte, Lörrach müsse alle verfügbaren Dächer nutzen, wenn die Stadt klimaneutral werden wolle. Für Gerd Wernthaler (Grüne) war auch der Aspekt wichtig, dass mit der Genossenschaft die Energieversorgung ein Stück weit dezentral und in Bürgerhand erfolge. Mario Perinelli (Liberale) meinte gar, noch besser wäre es, wenn die Stadt das örtliche Netz selbst betreiben würde.

Werbung

Autor: dam