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10. Juni 2013

Übergang an der Spitze verlief reibungslos

Narrenzunft ist gut aufgestellt und will im administrativen Bereich professioneller werden / Zundel sollen zur Gilde wechseln.

  1. Klaus Ciprian-Beha, Andreas Glattacker, Ellen Quercher und Stephan Vogt (von links) stehen in der Narrenzunft an der Spitze. Foto: Thomas Loisl Mink

LÖRRACH. Zunftabende mit Niveau, eine erfolgreiche Fasnachtskampagne und eine gute interne Zusammenarbeit – ein Jahr nach dem Vorstandswechsel blickte die Narrenzunft in ihrer Hauptversammlung ganz zufrieden zurück. In der administrativen Organisation soll es indessen noch Verbesserungen geben.

"Nach meiner ersten Kampagne und einem knappen Jahr als Oberzunftmeister kann ich sagen, meine Kollegen haben mir sehr geholfen, dass es ein gutes Jahr wurde", stellte Stephan Vogt in seinem Bericht fest. Wirtschaftlich steht die Narrenzunft auf gesunden Beinen, die Administration ist besser geworden, auch wenn noch Manches aufzugleisen sei, wie Vogt meinte. Die Logistik wurde mit der Anlage des Archivs verbessert. Die Narrenzunft hat 2013 acht niveauvolle Zunftabende in der jeweils ausverkauften Alten Halle in Haagen veranstaltet. "Unser Hauptziel ist es, die Leute zu belustigen, und da gehört Mut, Feingefühl und Glück dazu", stellte Stephan Vogt fest. Die Narrenzunft ist einerseits froh, dass sie ihre Zunftabende in der Alten Halle veranstalten kann, zumal nach den Zunftabenden im Burghof die Narrenzunft kurz vor der Auflösung stand. Andererseits können in der Alten Halle nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden. Bei acht Zunftabenden stehen insgesamt 1500 Karten zur Verfügung, die jeweils sehr schnell ausverkauft sind. Aber mehr als acht Auftritte sind für die Zunft nicht zu leisten, wie Stephan Vogt feststellte.

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Kassiererin Ellen Quercher berichtete von einer schwarzen Null, mit der die Jahresrechnung abschloss, und einem guten Kassenstand. Klaus Breitenfeld bescheinigte ihr als Kassenprüfer eine gute Kassenführung. Als neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung Jürgen Schernhammer. Für den zurückgetretenen Axel Leuger übernimmt Bärbel Jung kommissarisch das Amt der Schriftführerin bis zur Wahl im nächsten Jahr.

"Die Fasnacht habe ich ganz toll gefunden, insbesondere bei der Narrenzunft, hätte ich bei der Narrengilde gesagt, wenn ich gewusst hätte, dass ich dort etwas sagen muss", meinte Protektor Felix Rudolf von Rohr und fügte an: "Ich ha dia Zunftöbe von A bis Z genossen. Ihr sind scho glatte Sieche!" Als Tagespräsident beantragte er die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Die Mitgliedschaft der Zundel, der ursprünglichsten Narrenfigur von Lörrach, möchte Stephan Vogt in Passivmitgliedschaft umwandeln, damit der Weg frei wird für die Mitgliedschaft der Zundel in der Narrengilde. "Die Zundel gehören zur Straßenfasnacht und sind deswegen bei der Narrengilde besser aufgehoben", sagte Stephan Vogt. Weil von den Zundeln niemand bei der Hauptversammlung anwesend war, konnte darüber aber nicht entschieden werden. Einstimmig zugestimmt hat die Versammlung, das Guthaben der Zundel in Höhe von 3483 Euro zur treuhänderischen Verwaltung an die Narrengilde zu überweisen, da die Zundel keine eigene Vereinsstruktur haben. Die Zundel brauchen das Geld zur Herstellung von Kostümen.

Autor: Thomas Loisl Mink