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15. November 2008
Überrascht vom Zuspruch zur neuen Synagoge
Wolfgang Fuhl zufrieden.
LÖRRACH (ktz). Das hatte Wolfgang Fuhl nicht erwartet. Das Interesse und die ausschließlich positive Resonanz in der Eröffnungswoche der neuen Lörrach Synagoge hat den Lörracher Vorsitzenden des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Baden und stellvertretenden Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Lörrach doch überrascht. Bei manchen Veranstaltungen, etwa beim Eröffnungsabend mit Klavierkonzert für die Gemeinde und den Förderkreis Synagoge Lörrach reichten die Plätze im neuen Saal nicht aus. Die Abendveranstaltungen waren "gut besucht bis ausverkauft". Und, darüber freut sich Fuhl besonders: "Nichts ist schief gegangen." Es habe auch keine Sicherheitsprobleme gegeben. Wobei er drauf hinweist, dass das Gros der Sicherheitsmaßnahmen um die Einweihungsfeier der Anwesenheit des Ministerpräsidenten geschuldet war. Der positive Schwung dieser Eröffnungswoche motiviere für die Zukunft, sagte Fuhl. Es gebe bereits Pläne für öffentliche Veranstaltungen im nächsten Jahr.
Ein Unternehmer aus dem Raum Lörrach war bei dieser Feier so beeindruckt, dass er spontan 20 000 Euro für die Synagoge spendete. Während der Woche sind weitere Spenden eingegangen. Die musikalische Lesung erbrachte rund 600 Euro für den Förderkreis.
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Bei der Einweihung überraschte Landesrabbiner Benjamin Soussan als Überbringer eines besonderen Geschenks. Ein Pfarrer vom Kaiserstuhl hatte von der neuen Synagoge gehört und ihm den Thorazeiger, den Yad, aus der alten Lörracher Synagoge, den er gehütet hat, übergeben mit der Bitte, ihn "jetzt zurück zu geben". Mit dem Yad wird die Thora gelesen, weil man nicht mit den Fingern die Zeilen berühren darf. Jede Thora bekommt einen eigenen Thorazeiger. Der für die Thora, die Christen aus dem Landkreis schenkten, ist ein Geschenk des Oberrates. Die jüdische Gemeinde Pforzheim wird "ein neues Kleid" für die historische Thora aus der alten Synagoge übernehmen.
Bei der Eröffnung erzählte der Förderkreisvorsitzende Hans-Werner Grotefendt von einem heute 80-Jährigen, der als kleiner Junge die Zerstörung der Lörracher Synaoge beobachtet hatte. Der Junge habe gespürt, dass da etwa Unrechtes geschieht. Darum hat er den Bau der neuen Synagogeen mit einer Spende an den Förderkreis unterstützt.
Autor: ktz
