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14. Mai 2014

Ulrich Lusche setzt auf Kontinuität

Einhellige Rückendeckung vom Stadtverband / Gut vernetzt und mit der Stadt verbunden.

  1. Ulrich Lusche (2.v.re.) hat die Rückendeckung der Lörracher CDU für die OB-Kandidatur. Bei ihm Xaver Glattacker (Chef des Stadtverbands), Wolfgang Krämer und Elisabeth Weiß vom Wahlkampfteam. Foto: Ehrentreich

LÖRRACH (seh). Ulrich Lusche, christdemokratischer Landtagsabgeordneter und Gemeinderat in Lörrach, ist vom CDU-Stadtverband einstimmig zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl gekürt worden. Lusche sei "in jeder Beziehung der geborene Kandidat", befand der Kreisvorsitzende Armin Schuster in einer Grußbotschaft. Das sahen Xaver Glattacker als Vorsitzender des Stadtverbands und Pitt Höfler als Fraktionschefin im Gemeinderat auch so. Lusche kenne Stadt und Region, erklärte Glattacker: "Er weiß, wo der Schuh drückt." Er sei sachorientiert, kreativ und bestens vernetzt. Außerdem sei Ulrich Lusche von analytischem Verstand und "ein Freund der klaren Worte", ergänzte Pitt Höfler. Die Findungskommission der CDU habe eine Wunschliste für einen Lörrach OB-Kandidaten erstellt. Diesem Anforderungsprofil, so Höfler, entspreche Lusche ideal.

Lusche begründete in der Mitgliederversammlung, die auch einige Gäste in ihren Reihen sah, noch einmal seine Motive für die Kandidatur. Er sei "Kommunalpolitiker bis auf die Knochen" und mit Überzeugung in der Stadt und der Region zu Hause. Ulrich Lusche wuchs in der Nordstadt auf, legte am HTG sein Abitur ab, war zwei Jahre bei der Marine und studierte in Stuttgart Jura. Er ist Familienvater, Anwalt in Lörrach, seit zehn Jahren Gemeinderat, seit 2006 Abgeordneter im Landtag – und "mit Lörrach emotional und geografisch verbunden". Mehrfach sei er angefragt worden für eine Rathauskandidatur. Doch "mit Überzeugung" könne er nur in Lörrach antreten – "weil ich von hier bin" und "weil das meine Leut’ sind". Viel Rückendeckung habe er für seine Entscheidung schon erfahren.

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Ein Wahlprogramm wolle er im Dialog mit der Partei und den Bürgern entwickeln. Dann werde es auch "konkrete Ansagen zu konkreten Projekten" geben. Klar sei für ihn aber, dass zwar manches kritisch zu hinterfragen und zu verbessern sei, doch dass in Lörrach nicht alles neu erfunden werden müsse. Die Stadt stehe gut da. Auf vielen Feldern werde es darum gehen, das Level zu halten, eine weit über die Stadtgrenze hinaus bekannte "Marke" zu bleiben. Auf Feldern wie Kultur, Bildung oder Betreuung sei viel geleistet worden, dieser Prozess sei fortzuentwickeln. Auch beim Thema Verkehr stimme die Grundrichtung. Lörrach vertrage "nicht unendlich viele Autos", es sei richtig, den Rad- und den Nahverkehr zu fördern. Doch auch der Autoverkehr sei vernünftig einzubinden, die eine oder andere Korrektur nicht ausgeschlossen. Gut vernetzt sei er, so Lusche, nicht nur in Stuttgart und Berlin, sondern auch im Dreiland. Aus Respekt vor der wichtigen Arbeit des Gemeinderats nehme sein Wahlkampf erst nach der Kommunalwahl richtig Fahrt auf – die sei "mindestens genauso wichtig wie die Oberbürgermeisterwahl". Er stehe derweil keineswegs "auf der Bremse", was seine Kandidatur für den Chefsessel angehe. Doch nach dem 25. Mai sei noch genug Zeit für den OB-Wahlkampf.

Dafür hat er den Ortsverband im Rücken. Einstimmig war die Nominierung. Xaver Glattacker: "Das war eindeutig".

Autor: seh