Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

07. Februar 2012 11:39 Uhr

Casting-Show

"Unser Star für Baku": Ornella unter den Top-Five – Céline ist raus

Lörrach ist raus, Offenburg ist weiter: Céline Huber ist aus der Casting-Show "Unser Star für Baku" ausgeschieden. Ornella de Santis ist knapp weiter – muss sich aber gehörig steigern.

  1. Ornella de Santis aus Offenburg: Wird sie „UNser Star für Baku“? Foto: ProSieben

Aus für Céline Huber aus Lörrach, knappes Weiterkommen für Ornella de Santis aus Offenburg. Südbaden bleibt mit einer Sängerin an Bord bei der Casting-Show "Unser Star für Baku". Aber Ornella de Santis muss sich steigern, will sie unter den letzten fünf Wettbewerbern nicht die Nächste sein, die von Bord geht. In Offenburg organisiert sich derweil die Unterstützerszene. Das Forum-Kino lädt für den nächsten Ausstrahlungstermin der Sendung am kommenden Donnerstag zum Public Viewing ein.

"Für einen von uns beiden ist der Traum ausgeträumt." Das war gegen Ende der Casting-Show "Unser Star für Baku" auf Pro 7 am Montagabend Gewissheit für Ornella de Santis aus Offenburg oder Céline Huber aus Lörrach. Die vier anderen Mitbewerber um das Ticket zum Eurovision Song Contest in der Hauptstadt von Aserbaidschan, Roman Lob, Shelly Phillips, Yana Gercke und Katja Petri, waren zuvor von anrufenden Zuschauer bereits auf die sicheren Plätzen für die fünfte Runde gewählt. Arm in Arm standen Ornella und Céline beim 60-Sekunden-Countdown bis zur Schließung der Leitungen und bangten dem Urteil entgegen.

Werbung


Intonationsfehler bei Céline

Die Anhänger beider Sängerinnen wählten sich derweil bei 50 Cent pro Anruf aus dem Festnetz die Finger wund und den Geldbeutel leer. Am Ende des Countdowns hatte die 27-jährige Offenburgerin hauchdünn die Nase vorn. Beide fielen sich in den Arm, für die 21-jährige Lörracherin Céline Huber war der Traum von Baku zu Ende.

Zuvor hatte die hochbegabte Sängerin ihre Chancen mit einem Intonationsfehler bei ihrer Interpretation des Rihanna-Hits "Russian Roulette" zu nichte gemacht. Den zentralen Ton auf das Wort "Heart" sang sie konsequent rund einen Viertelton zu tief. "Ich verstehe gar nicht, wie das passieren konnte", sagte Ornella de Santis im Gespräch am Morgen danach. "Bei den Proben hat Céline den Ton immer perfekt getroffen."

Ornella mit keiner glücklichen Songwahl

Auch Ornella de Santis aus Offenburg hätte sich nicht wundern dürfen, wenn für sie in Runde vier Endstation gewesen wäre. Seit Montag leidet sie unter einer Virusinfektion, was die enormen stimmlichen Fähigkeiten der technisch wahrscheinlich besten Sängerin des Feldes, einschränkte. (Ornella de Santis: "Ich habe am Samstag meine Mutter angerufen und ein bisschen ins Telefon gejault. Sie kümmert sich jetzt um mich.")

Dazu kam eine Songauswahl, die man nicht als glücklich bezeichnen kann. "You Are The Sunshine Of My Live" von Steve Wonder ist eine Spur zu abgenützt in den Gehörgängen und als zwar schön arrangierter, aber leise vor sich hinblubbernder Bossa nova auch eine Spur zu entspannt, um zu signalisieren, dass Ornella die Favoriten des Feldes – Roman, Yana und seit Montagabend auch wieder Shelley – attackieren will. Juror Stefan Raab lobte einmal mehr Ornellas außerordentliche stimmliche Fähigkeiten, kritisierte aber die "galaeske" Songauswahl, die ihn nicht gerade aus dem Sitz reiße. Letztlich profitierte die Offenburgerin aber auch von schwächeren Performances der Mitbewerberinnen Katja Petri, die sich dennoch vor ihr platzieren konnte und Céline Huber.

Public Viewing in Offenburg

Gut 4000 "Freunde" hat Ornella de Santis mittlerweile in ihrem privaten Profil auf Facebook, die sich mit emotionaler Unterstützung und Tipps an sie wenden. Für ihren Auftritt am nächsten Donnerstag rät einer: "Die Leute müssen deinen Siegeswillen spüren." Da hat er wohl nicht Unrecht.

Derweil kündigt das Offenburger Forum-Kino ein Public Viewing für die nächste Sendung am Donnerstag, 9. Februar, 20.15 Uhr in der ARD an. Der Vorverkauf der 200 kostenlosen Karten läuft.

Mehr zum Thema:

Autor: Ralf Burgmaier